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Stadthagen Stadt Abriss für Projekt „Wohnen am Nordwall“ startet im Frühjahr
Schaumburg Stadthagen Stadthagen Stadt Abriss für Projekt „Wohnen am Nordwall“ startet im Frühjahr
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19:38 26.02.2019
Auch dieses Gebäude an der Straße Am Nordwall wird abgerissen, damit das Projekt „Wohnen am Nordwall“ entstehen kann. Quelle: rg
Stadthagen

Der mit dem Vorhaben beauftragte Bauingenieur Volker Wehmeyer (Warber) bestätigt auf Anfrage: „Ja, wir haben das Ziel, im Frühjahr mit dem Abriss von Gebäuden zu beginnen.“ Das wäre der äußerlich erkennbare Start für das städtische Projekt „Wohnen am Nordwall“.

Wie berichtet, will die Schaumburger Wohnungsbaugesellschaft im Auftrag der Stadt dort 15 Wohnungen auf 1200 Quadratmeter Nutzfläche errichten. Dazu werden drei Gebäude an der Krummen Straße abgerissen, ein weiterer denkmalgeschützter Bau wird saniert und in das Ensemble integriert. Auch im hinteren Bereich am Nordwall wird ein Haus abgerissen und durch einen Neubau ersetzt. Die Wohnbau wird gut drei Millionen Euro in das Vorhaben investieren.

Nach Auskunft von Wehmeyer wird der Antrag derzeit vom städtischen Bauamt bearbeitet: „Ich habe das Gefühl, dass das schon bald zu einem positiven Resultat kommt.“ Die Pläne für den Gebäudekomplex seien komplett fertig, die Statik errechnet. Die Ausführungsplanungen seien bereits in Arbeit. Auch die Ausschreibungen für sämtliche Bauleistungen seien in Vorbereitung, erläutert der Ingenieur.

Abriss erst an der Krummen Straße

Der Abriss an der Krummen Straße werde von hinten erfolgen, um den Straßenverkehr nicht zu beeinträchtigen. Wegen der Enge des Areals müssen erst die Gebäude an der Krummen Straße und anschließend das Haus am Nordwall in Angriff genommen werden. „Das geht dort nicht gleichzeitig, sondern nur nacheinander“, merkt Wehmeyer an. Wie lange der Abriss dauert und wann mit dem Neubau begonnen werden kann, darauf will sich der Planer nicht festlegen. Allerdings geht er von einer Bauzeit von eineinhalb Jahren aus.

Derzeit läuft noch eine Veränderung des Bebauungsplans, wodurch die Errichtung eines Wohngebäudes am Nordwall rechtlich abgesichert werden soll. „Eine Formalie“, so Wehmeyer. Das jetzige dort existierende Gebäude sei wohl in Vorzeiten „nach Bürgermeisterrecht“ errichtet worden, vermutet der Experte.

Nach Auskunft von Wohnbau-Geschäftsführer Heinz-Helmut Steege ist in den letzten Wochen ein Bodengutachten erstellt worden. Aus diesem werde ersichtlich, wie es um die Festigkeit des Untergrundes bestellt ist und wie daher die Gebäude gegründet werden müssen.

Das Projekt „Wohnen am Nordwall“ war bereits 2014 angeschoben worden. Es hatte sich durch einen Architektenwettbewerb, der letztlich zu keinem Ergebnis führte, erheblich verzögert. Das Ingenieurbüro Wehmeyer hatte den Auftrag Ende 2017 dann unabhängig von dem Wettbewerb erhalten. ssr