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Stadthagen Stadt Akzeptanz für Depression steigern
Schaumburg Stadthagen Stadthagen Stadt Akzeptanz für Depression steigern
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15:07 28.03.2019
Im Raum Hofrat Schröter drängen sich etliche Zuhörer aus Interesse am Wohnraumkonzept.
Im Raum Hofrat Schröter drängen sich etliche Zuhörer aus Interesse am Wohnraumkonzept. Quelle: gus
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Der Aktionstag richtete sich an Auszubildende der Fachrichtungen Ergotherapie und Kosmetik. Das Ziel: Die jungen Leute für die Volkskrankheit Nummer eins zu sensibilisieren. Die Geschichte von Alexandra, szenisch dargestellt von den AG-Mitgliedern, gab den Schülern dabei einen Einblick in den Alltag einer an Depressionen erkrankten Frau und diente als Einstieg ins Gespräch. „Was geht in euch vor, wenn ihr das seht. Wie fühlt ihr euch?“, fragte Moderator Albert Schott. Die Schüler antworteten mit einem breiten Wissen über die Erkrankung und belegten mit Beispielen aus dem privaten Umfeld, dass Depressionen Menschen jeden Alters und sozialer Herkunft betreffen.

In der Regel gut zu behandeln

Depressionen seien gekennzeichnet von Angst, Scham und Schuldgefühlen, umso wichtiger sei es, über die eigenen Gefühle zu sprechen und Hilfemöglichkeiten zu erkennen und Hilfe anzunehmen. Eine Depression sei weder persönliches Versagen noch unabwendbares Schicksal, sondern eine Erkrankung, die sich in der Regel gut behandeln lässt, lautete der Grundtenor der Diskussion.

„Wir haben die AG Selbsthilfe eingeladen, weil das Thema Depression in der Schülerschaft eine große Rolle spielt“, erklärt Anna Bochenska-Brandt, Leiterin der Schule für Ergotherapie. Das Gespräch mit Betroffenen, Angehörigen und beruflich Helfenden zeige Perspektiven auf und wirke einer Stigmatisierung der Krankheit entgegen.

Von Katharina Grimpe