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Stadthagen Stadt Anwohner der Sandkuhle in Stadthagen fürchten Verkehr
Schaumburg Stadthagen Stadthagen Stadt Anwohner der Sandkuhle in Stadthagen fürchten Verkehr
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13:47 25.04.2019
Die Anwohner machen sich sorgen, dass aus der Spiel- eine Durchgangsstraße wird. Quelle: rg
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Stadthagen

Sie fordern eine eindeutige Klärung bezüglich der Verkehrsführung und der Lärmbelästigung. Durch die geplanten etwa 50 Ein- und Zweifamilienhäuser müsse „mit einem noch stärkeren Verkehrsaufkommen auf der Spielstraße An der Sandkuhle gerechnet werden“, heißt es in dem Einspruch. Bereits heute werde diese Spielstraße „über das erträgliche Maß hinaus“, insbesondere auch durch Anwohner der angrenzenden Siedlungen genutzt.

Spiel- als Durchfahrtsstraße?

Die Bewohner kritisieren, dass keine An- und Abfahrtsregelung über die Habichhorster Straße erfolgt, weswegen der Verkehr gezwungenermaßen über den verkehrsberuhigten Bereich An der Sandkuhle sowie die Tempo-30-Zone Adolph-Baar-Straße geführt wird. „Sehenden Auges“ werde die Spiel- damit zu einer Durchgangsstraße umgeplant. Schon jetzt würden sich Auto- und Lkw-Fahrer nicht an die Verkehrsregeln halten, weswegen es schon zu einigen Beinahe-Unfällen gekommen sei.

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Deswegen fragen die Betroffenen, welche Maßnahmen von der Stadt umgesetzt werden, „die eine sinnvolle Verkehrsführung für das Baugebiet Sandkuhle II und eine Lärmreduktion gewährleisten“. Sie fordern den Schutz von Fußgängern und spielenden Kindern und fragen, warum im Bereich des sogenannten alten Villenviertels Verkehrsberuhigungen aktiv sind und in der Sandkuhle nicht.

Verkehrszählung: Selbst bei Extremszenario nur ein Drittel der erlaubten Belastung

Bereits im vergangenen März war im Bauausschuss das Thema Verkehrsführung diskutiert worden. In diesem Zusammenhang ging es um einen möglichen Ausbau des Wirtschaftsweges. Dafür hatte die Verwaltung eine Verkehrszählung durchgeführt. Zwar gebe es neue Belastungen, hatte der damalige Stadtplaner Gerrit Schwalbach erklärt, doch selbst bei einem Extremszenario mit kleineren Grundstücken und mehr Bewohnern lege die Belastung nur bei einem Drittel dessen, was gesetzlich erlaubt ist. Aktuell seien im Schnitt 49 Fahrzeuge pro Stunde auf der Adolph-Baar-Straße unterwegs, im schlimmsten Fall wären es 149 – erlaubt sind 400. Deswegen soll der Weg mach Abschluss der Arbeiten zurückgebaut werden. Der Bau erfolgt aus privater Hand.

Die Anwohner würden sich indes „eine Verteilung des Verkehrsflusses auf drei verkehrsberuhigte Bereiche“ – den Wirtschaftweg, die Tempo-30-Zone Adolph-Baar-Straße und die An der Sandkuhle – wünschen.
Die Stadt hält sich aktuell bei dem Thema sehr bedeckt: Auf Anfrage gibt es von Stadtsprecher Marco Cordes nur folgende Aussage: „Der Themenbereich wird im Rahmen der Abwägungen zum Bebauungsplan bearbeitet werden.“

Von Mira Colic