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Stadthagen Stadt Awo-Begegnungszentrum Stadthagen: Besucherzahlen steigen weiter
Schaumburg Stadthagen Stadthagen Stadt Awo-Begegnungszentrum Stadthagen: Besucherzahlen steigen weiter
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15:16 11.09.2019
Heidemarie Hanauske (rechts), Christina Allard-Kopplin und Stephan Hartmann sind überzeugt vom Begegnungszentrum. Quelle: tbh
Stadthagen

75.000 Euro steuert dieses Jahr das Land bei, 15.000 Euro die Stadt Stadthagen. Obwohl es schwierig sei, so ein Projekt mit einer Jahresförderung zu betreiben, kann Heidemarie Hanauske, Kreisgeschäftsführerin der Arbeiterwohlfahrt (Awo), feststellen: „Wir haben überzeugen können.“ Das sei nicht selbstverständlich „und für uns ein positives Signal“, betont Hanauske.

Teilnehmerzahlen steigen konstant

Die Zahlen bestätigen das. Ein Förderzeitraum dauert immer von August bis Juli. Im ersten Förderhalbjahr 2018 (von August bis Dezember 2017) hat das Begegnungszentrum 1045 Teilnehmer zu verzeichnen gehabt, von Januar bis Juli 2018 waren es insgesamt 1069, ebensoviele waren es im ersten Förderhalbjahr 2019 – von August bis Dezember 2018. Im Zeitraum von Januar bis Juli 2019 stieg die Zahl der Teilnehmer dann um etwa 450 auf 1512.

Steigerung dank vieler Angebote

Zu der Steigerung beigetragen haben aus Sicht von Quartiersmanagerin Christina Allard-Kopplin vor allem die vielen unterschiedlichen Angebote. Zum Beispiel können Frauen ihre Kinder zu den Sprachkursen mitnehmen. Die Mädchen und Jungen spielen dann, während ihre Mütter Deutsch lernen. Und auch die Bewerbungsberatung für Geflüchtete sei gefragt. Ein weiteres sehr gut angenommenes Programm sei zum Beispiel das im November 2018 initiierte Männercafé. Vorher hat es der Quartiersmanagerin zufolge kaum Angebote für Männer gegeben.

Angebot für alle: Mehr deutsche Teilnehmer gewünscht

Einen Wunsch hat Allard-Kopplin jedoch noch für die Zukunft: Es wäre schön, wenn sich mehr deutsche Anwohner an dem Projekt beteiligen würden. Derzeit seien es nur etwa 15 Prozent. „Da ist noch deutliche Luft nach oben“, betont Allard-Kopplin. Schließlich richte sich das Angebot an alle Bewohner des Quartiers Hüttenstraße. In nächster Zeit möchte die Quartiersmanagerin daher selbst die Initiative ergreifen, von Tür zu Tür gehen und die Anwohner fragen, was sie sich für den Stadtteil wünschen.

Hartmann: "Gemeinsam etwas entwickeln"

Die Menschen müssten mit dem Angebot zunächst „warm werden“ und das Begegnungszentrum kennenlernen, daher sei auch hinsichtlich der Kurse Flexibilität gefragt. „Wir möchten nicht etwas vorschreiben, sondern gemeinsam mit den Menschen etwas entwickeln“, stellt Awo-Integrationsberater Stephan Hartmann klar. Dadurch bleibe man am Bedarf dran.

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Awo mit Anlaufphase zufrieden

Integration durch Begegnung

Auch von der Zusammenarbeit mit der Stadt und der neuen Integrationsbeauftragten (wir berichteten) erhoffe man sich schnelle Erfolge. Britta Kunze habe im Vergleich zu ihrer Vorgängerin Marlen Stryj über ihre Arbeit im Familienzentrum bereits ein Netzwerk aufgebaut, auf das sie zurückgreifen könne. Wünsche werden Hartmann zufolge im Begegnungszentrum einige geäußert. Unter anderem wurde eine neue Küche angeschafft, aber es gebe eine große Nachfrage nach einem Grillplatz und einer besseren Spielplatznutzung. „Wir wollen das gemeinsam mit der Stadt angehen, aber das geht nicht von heute auf morgen“, erklärt Hanauske. Von Tina Bonfert