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Stadthagen Stadt Awo mit Anlaufphase zufrieden
Schaumburg Stadthagen Stadthagen Stadt Awo mit Anlaufphase zufrieden
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15:02 19.06.2018
Sind zufrieden mit den Zahlen: Heidemarie Hanauske (von links), Diana Ludwig und Christina Allard-Kopplin von der Awo.
Sind zufrieden mit den Zahlen: Heidemarie Hanauske (von links), Diana Ludwig und Christina Allard-Kopplin von der Awo. Quelle: ssr
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Stadthagen

 „Ich hätte nicht damit gerechnet, dass wir schon nach so kurzer Zeit so hohe Teilnehmerzahlen vorweisen können“, zeigte sich Heidemarie Hanauske, Kreisgeschäftsführerin der Arbeiterwohlfahrt (Awo), bei der Vorlage der 100-Tage-Bilanz zufrieden. Die Awo ist Trägerin des im Innovationspark Schaumburg untergebrachten Begegnungszentrums.

Die Zahl der Teilnehmer ist nach Angaben der Leiterin der Begegnungsstätte, Christina Allard-Kopplin, jeden Monat stark gestiegen: Waren es im März im Durchschnitt noch 13 Teilnehmer pro Woche, stieg diese Zahl im April auf 50, im Mai auf 70 und in der ersten Hälfte des Juni auf durchschnittlich 93 Teilnehmer pro Woche. „Das zeigt, dass die Einrichtung vor allem durch Mund-zu-Mund-Propaganda nach und nach immer bekannter wird“, kommentiert Hanauske und fügt hinzu: „Ich erwarte deshalb auf Dauer gesehen noch eine weitere deutliche Steigerung der Teilnehmerzahlen und eine Ausweitung der Programmangebote.“ In der Statistik nicht erfasst sind laut Allard-Kopplin Besucher, „die einfach nur so vorbeikommen, um Leute zu treffen oder eine Einzelberatung bei mir wollen“. Diese seien zu der genannten Zahl von 700 noch hinzuzurechnen.

Breite Angebotspalette

Die Angebotspalette reicht von Sprachkursen über Yoga und PC-Kurs für Frauen, einem Treffen für junge Mütter und einem für türkische Frauen sowie einer Bewerbungsberatung bis zu einem Begegnungscafé, das immer am ersten Mittwoch im Monat von 16 bis 18 Uhr stattfindet. Auch Einzelveranstaltungen gab es, etwa den Tag der Nachbarn und das Zuckerfest zum Ende des Ramadan. An den Veranstaltungen beteiligt haben sich nach Schätzung von Allard-Kopplin Menschen aus mehr als 20 Nationen. Auch Angebote für Ehrenamtliche hat es nach Auskunft von Awo-Ehrenamtskoordinatorin Diana Ludwig, die ihr Büro ebenfalls in der Begegnungsstätte hat, gegeben. Dabei handelte es sich um Treffen von Integrationslotsen und um ein Fachseminar „Arbeitsmarktzugang für Flüchtlinge“.

Von außen seien schon erste Gruppen auf das Zentrum zugekommen mit der Bitte, sich dort regelmäßig treffen zu dürfen – so der Somalische Verein Stadthagen und die Gruppe „Afrikaner in Schaumburg“. Kooperationsprojekte sind mit der Oberschule Am Schlosspark und mit den Fresenius-Schulen angelaufen.

Die Begegnungsstätte wird überwiegend vom Land finanziert. Die Förderung ist zunächst auf ein Jahr, und zwar bis zum 30. Juli, befristet. Förderbeginn war der 1. August 2017 gewesen, der Vorlauf bis zur Eröffnung hatte bis Mitte März gedauert. Der Antrag auf ein zweites Förderjahr wird in den kommenden Wochen entschieden. Hanauske hat „die starke Hoffnung, dass ein zweites Jahr bezuschusst wird, weil man so etwas in einem Quartier, in dem dringender Bedarf dafür besteht, nicht nur für ein Jahr anschieben kann“. ssr