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Stadthagen Stadt BI erfreut über Post aus Hildesheim
Schaumburg Stadthagen Stadthagen Stadt BI erfreut über Post aus Hildesheim
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00:17 30.03.2013
Die Bürgerintitiative „Bürgerprotest Stadthäger Asphaltmischwerk“ (BI) freut sich weiterhin über ihren Teilerfolg. Quelle: Archiv

Stadthagen (jcp). Für die Firma Ahrens gibt es demnach unterschiedliche technische Lösungen, mit denen die Auflagen umgesetzt werden können. Das Unternehmen habe aber dem „Gewerbeaufsichtsamt […] nachzuweisen, wie die Vorgabe sicher und jederzeit nachvollziehbar eingehalten wird“. Falls erforderlich, würden „fest eingebaute Begrenzungen oder entsprechende Regeleinrichtungen durch Verplombung gesichert“.

Das BI-Vorstandsmitglied Jürgen Burdorf sagt dazu in einer Pressemitteilung: „Zwar hätten wir lieber die gesamte Anlage mit all ihren Nachteilen für die Bevölkerung verhindert.“ Eine erhebliche Reduzierung der stündlichen Immissionen um fast zwei Drittel betrachte die BI aber „unter den gegebenen Umständen durchaus als Erfolg“. Das Schreiben des Gewerbeaufsichtsamtes bestärke die BI, weiter zu machen, ergänzt der Vorsitzende Franz Schnitker.

Die Frage bleibe, warum Ahrens eine so große Brenneranlage installieren will, die sie nur zu etwa einem Drittel nutzen darf. Stutzig mache Schnitker auch, „dass sich die Firma während des gesamten Rechtsstreits nicht zur Begrenzung der Brennerleistung geäußert hat“.
Die Firma Ahrens will eine Asphalt-Mischanlage mit 29,7 Megawatt Feuerungswärmeleistung errichten, die „stündlich etwa 4,8 Tonnen Braunkohlenstaub verbrennen und dabei Staub und krebserregende Stoffe wie zum Beispiel Quecksilber freisetzen würde“, so die BI. In einem von „Bürgerprotest Stadthäger Asphaltmischwerk“ angestrengten Verfahren hatte das Verwaltungsgericht Hannover entschieden, dass die Genehmigung des Gewerbeaufsichtsamtes mehr als 10,8 Megawatt Wärmeleistung nicht deckt.

Der BI-Pressemitteilung zufolge bedeutet das, dass „die Firma Ahrens ihre Brenner nur zu etwa 36% nutzen darf und sich damit die stündlichen Immissionen deutlich – nämlich um über 60% – verringern“.