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Stadthagen Stadt Bis Ende 2019: Stadthagen richtet neues Bürgerbüro ein
Schaumburg Stadthagen Stadthagen Stadt Bis Ende 2019: Stadthagen richtet neues Bürgerbüro ein
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12:45 27.12.2018
Ein Büro für die Bürger: Auch in Stadthagen sollen ab Ende 2019 viele Zuständigkeiten unter einem Dach gebündelt werden. Quelle: Symbolfoto, dpa
Stadthagen

„Wir wollen damit bürgerfreundlicher werden und die Effizienz der Abläufe steigern“, kommentiert Verwaltungschef Oliver Theiß die Pläne. Demnach werden dort vielfältige Funktionen an einer Stelle zusammengezogen. „Der Bürger soll künftig für viele Angelegenheiten eine zentrale Anlaufstelle im Rathaus haben“, erläutert Theiß.

Das können Einwohner in im neuen Bürgerbüro erledigen

Die in der jetzigen Einwohnermeldestelle zu regelnden Dinge werden laut Theiß den Kern des Bürgerbüros ausmachen. Doch darüber hinaus kann man dort noch viel mehr regeln, bei Bedarf vieles auch gleichzeitig.

Beispielsweise Hunde anmelden, wozu man jetzt in die Steuerstelle muss. Oder sein Kind in einer Kita anmelden, dazu muss man derzeit in die betreffende Einrichtung gehen. Auch Beschwerden und Mängelanzeigen wird man im künftigen Bürgerbüro los, das ging bislang nur beim jeweiligen Sachbearbeiter im entsprechenden Fachbereich. Auch Zweitausfertigungen von Urkunden werden zu erhalten sein, was bislang nur im Standesamt geht.

Eingerichtet wird das Bürgerbüro im ersten Stock des Rathauses in den Räumlichkeiten der jetzigen Einwohnermeldestelle. In dieser sind die Schreibtische momentan lediglich durch Stellwände mit durchsichtigen Scheiben getrennt. „Das geht aus Sicht des Datenschutzes künftig gar nicht mehr“, weiß Theiß. Deshalb wird das Bürgerbüro fünf getrennte eigene Räume aufweisen. Die Wartezone wird mit einem modernen digitalen Aufrufsystem ausgestattet.

Ein weiterer Schritt zur Digitalisierung des Rathauses

Für den Umbau investiert die Stadt rund 50.000 Euro. Dieser muss laut Theiß im laufenden Betrieb vorgenommen werden und wird sich deshalb wohl fast über das gesamte kommende Jahr hinziehen. „Wir rechnen mit einer Eröffnung des Bürgerbüros gegen Ende 2019“, kündigt der Verwaltungschef an. Für das Bürgerbüro wird eine zusätzliche halbe Stelle eingerichtet. Arbeiten werden dort die jetzigen Mitarbeiter der Einwohnermeldestelle, die für die zusätzlichen Aufgaben Einweisungen erhalten werden.

In mittelbarem Zusammenhang mit dem Bürgerbüro steht auch die weitere Digitalisierung des Rathauses. Nach Angaben von Jörg Schädel, Leiter des Fachbereichs Innere Dienste, sollen Schritt für Schritt immer mehr Anträge und Formulare online angeboten werden, sodass Bürger Dinge auch von zuhause aus erledigen können.

Erleichterungen bei der Kita-Anmeldung

Schon bald sollen alle Daten der Kitas aller Träger in der Stadt digital zentralisiert werden. Dann können etwa auch Anmeldungen von Kindern online getätigt werden. 2019 vorbereitet werden soll laut Schädel ebenso die Einführung eines digitalisierten Rechnungswesens in einem internen Datennetz. „Das wird zu erheblich größerer Effizienz für alle Beteiligten führen“, betont Schädel.

Gleiches passiert seit einiger Zeit schon mit allen Ratsvorlagen, „die digital durchs Haus wandern und gar nicht mehr ausgedruckt werden“. Die Ratsmitglieder lesen die Vorlagen auf Tablets.

„Auf Dauer wird die Entwicklung zu einem papierlosen Rathaus führen“, fasst Theiß zusammen, „wann wir diesen Zustand komplett erreicht haben, da wage ich freilich keine Prognose“.

von Stefan Rothe