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Stadthagen Stadt Crowdfunding für den Waem-Slam
Schaumburg Stadthagen Stadthagen Stadt Crowdfunding für den Waem-Slam
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00:21 27.01.2019
Online-Unterstützung für kulturelle Projekte: Renate Junklewitz und Peter Kozielski erproben die Finanzierung via Crowdfunding. Quelle: tro
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Stadthagen

„Es ist das erste Mal, dass wir ein kulturelles Projekt auf diese Weise finanzieren. Und wir sind optimistisch, dass es klappt“, sagt Renate Junklewitz aus dem Team der Alten Polizei.

Die Förderung mit Landesmitteln ist im fünften Jahr, in dem der „Worte aus einem Mund“-Slam mittlerweile stattfindet, ausgelaufen. Bisher lässt sich das in der Alten Polizei noch unerprobte Vorgehen der „Schwarmfinanzierung“ – beim Crowdfunding können Internetnutzer einzelne Projekte mit einem beliebigen Geldbetrag unterstützen – als Erfolg verbuchen: Innerhalb von neun Tagen sind sechs Spenden über insgesamt 350 Euro eingegangen, das erste Finanzierungsziel ist damit bereits erreicht. Nach und nach werden auf der Projektseite nun weitere Meilensteine freigegeben – bis möglichst 2000 Euro erreicht sind.

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Das ist ungefähr die Summe, die die Ausrichtung eines Poetry-Slam-Abends kostet. Technik, Werbung und Moderation, Hotel, Verpflegung und Fahrtkosten für die Künstler, die ohne Gage auftreten – „es sind die Basics, die wir nun erstmals auf diesem Weg finanzieren wollen“, so Junklewitz. Bisher sei dafür neben den Fördermitteln die Unterstützung lokaler Sponsoren nötig gewesen.

Einfache Anwendung

Die Wahl fiel letztlich auf die Online-Plattform Betterplace.org. „Die Anwendung ist ganz einfach, es kann jeder gewünschte Beitrag gespendet werden, Spendenbescheinigungen werden automatisch versendet und dahinter steht ein gemeinnütziger Verein“, begründet Peter Kozielski, der das Spendenprojekt dort eingerichtet hat, die Entscheidung. Erreichbar ist das Stadthäger Projekt über die Internetseite der Alten Polizei oder direkt auf www.betterplace.org/p67643. „Alle Spenden gehen eins zu eins in den Slam“, verspricht Junklewitz. Natürlich stünden aber weiterhin auch die traditionellen Spendenwege offen.

Die Eintrittspreise zu erhöhen war für die Veranstalter dagegen keine Option. „Der Besuch soll für jeden bezahlbar bleiben. Gerade die jungen Menschen, die wir gewinnen wollen, erreichen wir sonst nicht“, sagt Junklewitz. Im Schnitt kämen zu den Abenden rund 60 Besucher, auch die teilweise bundesweit bekannten „Slammer“ fühlten sich in Stadthagen gut aufgenommen. „Die Szene ist in den vergangenen Jahren immer größer geworden. Bei uns ist die Mischung aus Anfängern und Profis das Besondere. Jeder Auftritt bietet etwas Anderes.“

Von Thomas Rocho