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Stadthagen Stadt Das ist Stadthagens neue Integrationsbeauftragte
Schaumburg Stadthagen Stadthagen Stadt Das ist Stadthagens neue Integrationsbeauftragte
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16:15 15.08.2019
Britta Kunze verlässt das Familienzentrum und übernimmt den Posten der Integrationsbeauftragten. Quelle: col
Stadthagen

„Wir mussten uns eine kurzfristige Lösung überlegen“, sagt Pressesprecherin Bettina Burger. Da habe es sich angeboten, an Britta Kunze zuzugehen. Die Stadthägerin leitet aktuell noch das Familienzentrum und hat außerdem den Posten der Gleichstellungsbeauftragten von Günes Tezcan übernommen, die bis Ende Januar 2021 in Elternzeit ist. Kunze ist seit einem Jahr bereits stellvertretende Gleichstellungsbeauftragte.

Chance auf Fördergelder

Parallel zu dieser Bekanntmachung stellt die Verwaltung klar heraus, dass die auf zwei Jahre befristete Stelle der Integrationsbeauftragten „aufgrund des Bearbeitungsstandes“ über diesen Zeitraum hinaus weitergeführt werden muss. Die Stelle würde zum 1. Juli 2020 auslaufen. „Das Themenfeld ist so wichtig und komplex. Außerdem haben wir die Chance auf erneute Fördergelder aus dem Integrationsfonds. Diese Möglichkeit dürfen wir uns nicht entgehen lassen“, betont Burger. Die Stadt hat im vergangenen Jahr 247.000 Euro aus dem Fonds erhalten – ein Teil des Geldes ist in die Finanzierung der Stelle der Integrationsbeauftragten geflossen. Eine Förderung in einer ähnlich hohen Stellenordnung erhofft sich die Verwaltung jetzt. So sei auch die Stelle für weitere zwei Jahre gesichert.

Oberste Priorität hat für Kunze deswegen auch die Bearbeitung des Förderantrags. Dieser muss bis zum 30. September beim Land eingereicht sein. Als Grundlage brauche sie dafür natürlich das Integrationskonzept, von dem schon seit 2017 immer gesprochen werde. An diesem Konzept werde sie in den nächsten Wochen hart arbeiten.

Bewerbung schon geplant

Tatsächlich hatte sich Kunze nach eigenen Angaben im vergangenen Jahr auch auf den Posten der Integrationsbeauftragten bewerben wollen. „Aufgrund der Stundenzahl hätte ich dann jedoch das Familienzentrum verlassen müssen und das wollte ich nicht.“ Durch die Vertretungsregelung der Gleichstellungsbeauftragten komme sie jetzt wieder auf eine volle Stelle.

Auch in der Stadt war bei der Stellenbesetzung Verwunderung darüber geäußert worden, dass die Verwaltung den Posten von außen besetzt, obwohl mit Kunze eine in der Stadt gut vernetzte und sich mit dem Themenfeld gut auskennende Frau bereits zur Verfügung stehe. Die Stadthägerin steht durch das Familienzentrum mit vielen Einrichtungen wie der Arbeiterwohlfahrt, dem Kinderschutzbund und der Alten Polizei in gutem Kontakt. „Die Themen sind mir alle nicht neu, jetzt sitze ich eben auf der anderen Seite. Es ist aber toll, dass ich weiß, wie es an der Basis läuft.“

Probleme transparent machen

Für Kunze ist es besonders wichtig, Probleme transparent zu machen und sich mit ihnen auseinanderzusetzen. „Ich glaube allerdings nicht, dass wir vor anderen Herausforderungen stehen, als andere Städte.“ Sie selbst fühle sich als alleinerziehende Mutter sicher in Stadthagen. Wenn es anderen Menschen jedoch anders gehe, müsse darüber gesprochen werde, wie sich dies ändern lasse.

Von Mira Colic

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