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Stadthagen Stadt Das ist der neue Chef der Alten Polizei
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00:19 30.07.2018
Feliks Oldewage hat Respekt vor seiner neuen Aufgabe bei der Alten Polizei, „aber die Freude überwiegt“.
Feliks Oldewage hat Respekt vor seiner neuen Aufgabe bei der Alten Polizei, „aber die Freude überwiegt“. Quelle: col
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In den nächsten drei Monaten wird er noch unterstützt vom jetzigen Geschäftsführer Klaus Strempel. „Aber die Freude über die neuen Aufgaben überwiegt auf jeden Fall“, sagt der junge Familienvater lachend.

Nachdem Oldewage die vergangenen 17 Jahre in Bremen gelebt hat, ist der gebürtige Wölpinghäuser vor Kurzem mit seiner Freundin wieder in seine alte Heimat gezogen. Denn nach vielen Auslandsstationen habe ihn dann doch das Heimweh gepackt. Und da sei das Stellenangebot der Alten Polizei natürlich eine glückliche Fügung gewesen.

Aber zurück ins Jahr 2002: Nach dem Abitur am Ratsgymnasium zieht es Oldewage nach Bremen zum Studium: Geschichte, Philosophie, Kulturwissenschaften. Habe er anfänglich noch den Plan gehabt, eine wissenschaftliche Laufbahn einzuschlagen, sei ihm spätestens bei seiner Magisterarbeit jedoch klar geworden, dass er nicht alleine im stillen Kämmerlein für sich arbeiten wollte. Und da er dazwischen schon viele andere Stationen durchlaufen hatte, „witzigerweise alle mit einem musikalischen Bezug, obwohl ich kein Instrument spiele“, habe sich der Bereich Kulturmanagement schleichend abgezeichnet.

Zweite Heimat kennengelernt

Durch seinen privaten Hintergrund – Oldewage ist Halb-Finne – hat er ein Jahr in Helsinki studiert, „um meine zweite Heimat besser kennenzulernen“. Nach seiner Rückkehr hat er den Kontakt zur Deutsch-Finnischen-Gesellschaft in Bremen gesucht und dort ehrenamtlich Konzerte veranstaltet. In seiner Zeit in Helsinki habe er viele Bands kennengelernt, was ihm die Arbeit später ungemein erleichtert habe.

Durch sein Interesse an Osteuropa und Russland habe er sich während des Studiums auf diesen Bereich spezialisiert und dann auch gelernt. Das habe ihm dann bei seinem Studium in Moskau dann auch sehr geholfen. „Gut, vielleicht habe ich weniger studiert, als Kontakte geknüpft“, gibt er lachend zu. Ein Freund aus St. Petersburg habe ihn dann später auf die Stellenausschreibung der Robert Bosch Stiftung aufmerksam gemacht. Dort wurden Kulturmanager im nordrussischen Archangelsk gesucht, die im Kulturministerium unter anderem Musikevents planen sollten. „Letztlich ging es dabei natürlich um die Völkerverständigung und darum, Stereotype abzubauen.“ Und davon gebe es jede Menge.

Mit offenen Armen empfangen

Er empfinde es als absolute Bereicherung, mit zwei Kulturen aufgewachsen zu sein. Bis heute versuche er, jedes Jahr mindestens einmal nach Finnland zu reisen, als Kind habe er immer die Sommer- und Weihnachtsferien bei der Familie seiner Mutter verbracht. Und das sehr gerne. Nicht umsonst gehe Finnland aus Studien als lebenswertestes Land hervor.

Durch die Geburt der Zwillinge am 9. Mai und in Anbetracht der neuen Stelle, sei die Reise in diesem Jahr ausgefallen, „aber im nächsten würde ich schon gerne wieder fahren“. Bis dahin kommen jedoch noch einige Herausforderungen auf den 36-Jährigen zu, der sein Alter keineswegs als Hemmnis sieht. „Gerade in der Kulturarbeit ist der Generationswechsel ein großes Thema, weswegen junge Leute eigentlich immer gerne gesehen“, spricht Oldewage über seine Erfahrungen in den vergangenen Jahren. Er sei nie auf Widerstand genossen a lá: „Aber das haben wir immer schon so gemacht.“

Dennoch wolle er sich zu Beginn in der Alten Polizei erstmal alles anschauen, bevor er seine Mitarbeiter mit neuen Ideen verprelle. „Das ist Teil meiner Arbeitsweise: zuhören und verstehen, was die anderen wollen.“ Auf jeden Fall wolle er jedoch gerne im Musikbereich weitermachen. Wie bei seiner letzten Stelle, bei der er für das Musicalprojekt „Luther macht Schule“ verantwortlich war. Und die Homepage der Alten Polizei wolle er erneuern. „Internetseiten habe ich auch schon während des Studiums für die Universität erstellt.“ Aber „alles mit Fingerspitzengefühl“. col