Menü
Schaumburger Nachrichten | Ihre Zeitung aus Schaumburg
Anmelden
Stadthagen Stadt Debatte um Austritt aus Tourismusverband
Schaumburg Stadthagen Stadthagen Stadt Debatte um Austritt aus Tourismusverband
Partner im Redaktionsnetzwerk Deutschland
00:18 23.01.2019

Das Thema steht in der nächsten Sitzung des Ausschusses für Wirtschaft, Tourismus und Stadtmarketing am Donnerstag, 31. Januar, zur Diskussion.

Durch die Kündigung der Mitgliedschaft würde die Stadt derzeit etwa 6700 Euro jährlich einsparen. So hoch ist der Mitgliedsbeitrag 2018 und 2019 nach Angaben von Stadtsprecherin Bettina Burger ausgefallen. Angesichts klammer Stadtkassen ein Argument für den Austritt.

Doch dadurch würde die Kreisstadt auch die Unterstützung des Verbands bei der touristischen Vermarktung verlieren. „Sämtliche Leistungen und Maßnahmen, die wir bieten, würden wegfallen“, erklärt Petra Wegener, Geschäftsführerin des Weserbergland Tourismus-Verbandes, die sich von der Debatte überrascht zeigte.

Das bedeutet, Stadthagen würde aus allen Katalogen, Tourenplanern, Karten, Online-Portalen und Angeboten des Verbandes gestrichen werden. „Alles, was wir jetzt übernehmen, müsste die Stadt dann selbst in die Hand nehmen“, betont Wegener. Das gelte auch für das Werben von Neukunden – eine der Hauptaufgaben des Verbandes.

Zuschüsse könnten wegfallen

Besonders schmerzhaft für die touristische Vermarktung dürfte aber sein, dass im Falle eines Austritts Stadthagen die Marke Historisches Weserbergland aberkannt wird. Dabei handelt es sich laut Wegener nämlich um eine geschützte Marke, mit dem im Verband Weserbergland derzeit 16 historische Städte ausgezeichnet sind, die über die Solidargemeinschaft touristisch beworben werden.

Probleme könnte es der Geschäftsführerin des Tourismusverbands Weserbergland zufolge zudem bei Förderungen vom Land geben. Denn die Zuschüsse des Landes seien an die Vorgabe geknüpft, dass die Städte in einem regionalen Tourismusverband eingebunden sind.

Einen finanziellen Vorteil sieht Wegener in einem Austritt nicht unbedingt: Pressearbeit, Marketing und die Listung in Tourismusportalen, Broschüren und Prospekten – „Wenn man ins Verhältnis setzt, wird man feststellen, was allein das kostet.“

Einen Austritt würde der Verband natürlich bedauern, erklärt Wegener. Sie hoffe jedoch, dass die Kreisstadt vorher noch das Gespräch mit dem Weserbergland Tourismus suche.

Die Sitzung des Ausschusses für Wirtschaft, Tourismus und Stadtmarketing beginnt am 31. Januar um 18 Uhr im Ratssaal, Rathauspassage 1. tbh