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Stadthagen Stadt Digitaler Wandel fordert heraus
Schaumburg Stadthagen Stadthagen Stadt Digitaler Wandel fordert heraus
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17:26 20.02.2019
Wirtschaftsförderer Lars Masurek (links) interviewt bei den Wirtschaftsgesprächen Göbel-Mitarbeiter Karl Sochor.
Wirtschaftsförderer Lars Masurek (links) interviewt bei den Wirtschaftsgesprächen Göbel-Mitarbeiter Karl Sochor. Quelle: rg
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Stadthagen

Eine zentrale Frage für Unternehmen sei, „wie viel Digitalisierung zu welchem Zeitpunkt gut ist“, führte Bürgermeister Oliver Theiß ins Thema ein.

Referent für das Stichwort war Professor André von Zobeltitz von der Hochschule Weserbergland (Hameln). Mit dieser ist die Stadt laut Theiß gerade eine Kooperation eingegangen: „Die Hochschule will Impulse für die innovative Entwicklung der Stadt und der hiesigen Unternehmen geben.“

In seinem Vortrag stellte von Zobeltitz heraus, „dass der Anteil des Digitalen an der wirtschaftlichen Wertschöpfung ständig steigt“. Dabei würden die Innovationszyklen immer kürzer. Unternehmen müssten sich „in der Kommunikation mit ihren Kunden darauf einstellen, dass diese ihr Medienverhalten immer stärker ins Internet verlagern“. Der Wissenschaftler riet dazu, nicht alles zu digitalisieren und sich auf „identitätsstiftende Geschichten und Schlüssel-Ideen“ zu konzentrieren.

"Seien Sie Pilot im Flugzeug"

Der wissenschaftliche Mitarbeiter Sebastian Reh fügte hinzu, Unternehmensleitungen seien gut beraten, den digitalen Wandel möglichst eigenständig zu steuern: „Seien Sie Pilot im Flugzeug.“ Er kündigte zwei kostenlose Workshops der Hochschule für Unternehmer in Stadthagen zum Thema „Design Thinking“ (Innovatives Denken) an.

Ein weiterer Teil der Wirtschaftsgespräche diente der Vorstellung von drei hiesigen Firmen, die eng miteinander kooperieren. Das Einrichtungshaus Göbel, das Sicherheitshaus Gröger inklusive shg-wasserbetten.de und Küchen Brunsmann empfehlen sich gegenseitig „als geballte Schaumburger Fachkompetenz“, wie Frank Gröger formulierte. Die drei Unternehmen machen laut Kai Brunsmann gemeinsam Werbung, treten bei Messen zusammen auf, bieten integrierte Einrichtungskonzepte an und arbeiten mit denselben Handwerksfirmen zusammen. Diese Art der Kooperation bewähre sich täglich, versicherte Brunsmann.

Coworking space startet bald

Karl Sochor von Göbel berichtete, das Einrichtungshaus stehe unter harten Wettbewerbsbedingungen. Die Dichte von Möbelhäusern sei in der Großregion Hannover so stark wie sonst nirgends in Europa. Göbel setze dabei auf hohe Beratungs- und Servicekompetenz und dabei auf Inidividualität, Kreativität und eine Portion Eigensinnigkeit im Sinne von Unabhängigkeit.

Nicht zuletzt hatte Inhaber Sven Rickes vom künftigen Innovationspark Schaumburg an der Gubener Straße Gelegenheit, das in Kürze startende Projekt Coworking Spaces vorzustellen. Damit wolle er „ein Stück Großstadt nach Stadthagen holen“, so Rickes. Coworking Spaces sei eine Bürofläche, die von Mietern gemeinschaftlich genutzt werden könne. Die Vermarktung der Flächen beginne Mitte März. Das Alcatel-Gelände betrachte er „als meinen Abenteuerspielplatz“, erläuterte Rickes seine Motivation. Von Stefan Rothe