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Stadthagen Stadt Drei Millionen Euro für Feuerwehrtechnische Zentrale in Stadthagen
Schaumburg Stadthagen Stadthagen Stadt Drei Millionen Euro für Feuerwehrtechnische Zentrale in Stadthagen
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18:40 09.07.2019
Unter den Augen von Kreisbrandmeister Klaus-Peter Grote (von links) erläutert Landrat Jörg Farr Innenminister Boris Pistorius die Notwendigkeit der Erweiterung der Feuerwehrtechnischen Zentrale. Quelle: tro
Stadthagen

Landrat Jörg Farr (SPD) ist rundum zufrieden gewesen: „Das ist ein ansehnlicher Betrag“, kommentierte er bei der Übergabe vor Ort.

Bei einem Rundgang über das Gelände der FTZ machte Farr seinem Gast deutlich, wie dringend die Erweiterung ist. Die Fahrzeuge passen nur noch extrem gezwängt in die Hallen, wobei Anschaffungen von zusätzlichen größeren Geräten anstehen. Für die zahlreichen Schulungen gibt es zu wenige und oft viel zu kleine Räume.

„Für größere Schulungen stellen wir im Kreishaus Säle zur Verfügung, weil es hier nicht geht“, schilderte Farr, „Übungen finden dann auf dem Parkplatz des Kreishauses statt.“ Kreisbrandmeister Klaus-Peter Grote fügte hinzu: „Das kann auf Dauer nicht Sinn der Sache sein.“ Geldgeber Pistorius zeigte sich überzeugt: „Eine Bedarfszuwendung an einen Landkreis in einer so großen Höhe wird nicht oft vergeben, aber hier ist Bedarf, es handelt sich um eine äußerst dringende Investition, für die das Geld gut eingesetzt ist.“

Riesige Fahrzeughalle entsteht

Wie berichtet, soll auf dem hinteren direkt an das FTZ-Areal angrenzenden Gelände mit insgesamt 11 000 Quadratmetern, das der Landkreis von der Stadt und einem Privateigentümer erworben hat, eine Fahrzeughalle in der Größe von 80 mal 30 Quadratmetern mit 16 Toren entstehen. Im oberen Geschoss werden neben Büros und Sozialbereichen die Schulungsräume untergebracht, darunter ein Saal für 125 Personen. Die Investitionssumme für diesen großen Erweiterungsbau wird auf 6,5 Millionen Euro taxiert. Der Zuschuss des Landes deckt also gut 40 Prozent davon ab.

Derzeit läuft nach Angaben von Farr die EU-weite Ausschreibung für die Architektenleistung. Einige Voruntersuchungen, etwa in Hinblick auf die ökologischen Ausgleichsmaßnahmen und die Verkehrsanbindung zur Vornhäger Straße, sind unter Dach und Fach. Das sind Vorleistungen für das Bauleitverfahren, das durch die Stadtverwaltung jetzt angeleiert werden kann. Noch im August soll das zu bebauende Areal geräumt werden, dazu muss ein Einfamilienhaus abgerissen werden. Für den Baubeginn wird nach den Worten von Farr „Mitte 2020 angestrebt“. Wie lange die Bauzeit dauern wird, darauf wollte sich der Landrat angesichts der heutigen Schwierigkeit, schnell Baufirmen zu finden, nicht festlegen. Von Stefan Rothe