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Stadthagen Stadt Eigene Akzente in der Jugendarbeit setzen
Schaumburg Stadthagen Stadthagen Stadt Eigene Akzente in der Jugendarbeit setzen
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00:25 23.03.2018
Amelie-Katharina Schmidt ist als neue Regionaldiakonin eingeführt worden.
Amelie-Katharina Schmidt ist als neue Regionaldiakonin eingeführt worden. Quelle: pr.
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Stadthagen

Zusammen mit Pastor Böversen und Jugendlichen der St.-Martini-Gemeinde inszenierte sie in dem Gottesdienst ein Anspiel zum Text „Die sieben letzten Tage der Schöpfung“ des Theologen Jörg Zink. Dazu hatte das Team die Kirche komplett abgedunkelt und durch Schwarzlichtlampen in ein ganz besonderes Licht getaucht. Die Gesichter der schauspielenden Jugendlichen und ein Kreuz wurden in Neonfarben getaucht und boten einen starken Kontrast zu dem düsteren szenischen Anspiel.

Die anschließende Predigt trug Schmidt im Stil eines Poetry-Slams vor. In eindrucksvoller Weise setzte sie den „Endzeitvisionen“ des Anspiels ihre Erfahrungen, Hoffnungen und ihren Glauben entgegen: „Ein Leben, dessen Fundament aus Oberflächlichkeiten, Egoismus oder den Versuchungen des schnellen Geldes besteht, ist auf Dauer bestandslos. ,Hauptsache, du strahlst‘ sollte niemals die Baseline eines Menschenlebens sein. Denn Gott sucht keine perfekten Menschen – vielmehr echte, die selbstreflektierend und mit klarem Blick auf die Welt durchs Leben gehen. Diese Botschaft wollte ich den Jugendlichen mitgeben.“

Politische und gesellschaftliche Themen in Bezug zu christlichen Werten setzen

Bereits seit August 2017 ist die Diakonin im Bezirk Ost, der Stadthagen und die umliegenden Kirchengemeinden umfasst, mit einer vollen Stelle tätig. Im Bereich der Arbeit mit Konfirmanden und Jugendlichen bietet sie unter anderem Mitarbeitertreffen, Freizeiten, ein interkulturelles Schülerfrühstück, Jugendgottesdienste und besondere Aktionen an.

Die 26-jährige Stadthägerin hat ihr Abitur am Wilhelm-Busch-Gymnasium absolviert und ist dann nach Bochum gezogen, wo sie Gemeindepädagogik und Diakonie sowie Soziale Arbeit studiert hat. Denn die Entscheidung, Diakonin zu werden, sei bereits nach der Schule während eines Freiwilligen Sozialen Jahres in der St.-Martini-Kirchengemeinde gereift. Fasziniert habe sie dabei, wie sie sagt, wie man theologische Inhalte praktisch und zeitgemäß in Jugendarbeit und Konfirmandenunterricht umsetzen kann.

Ihr sei dabei auch wichtig, aktuelle politische und gesellschaftliche Themen in Bezug zu christlichen Werten zu setzen. „Kirche, christliches Handeln und christlicher Glaube sind auch in der heutigen Zeit und in der Jugendarbeit topaktuell.“ Dies werde sie mit ihren weiteren Vorlieben verbinden: theaterpädagogische Aktionen und Projekte. r