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Stadthagen Stadt Endlich die Elphi erleben
Schaumburg Stadthagen Stadthagen Stadt Endlich die Elphi erleben
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20:01 22.10.2018
Ein Auftakt mit Paukenschlag: Die Regensburger Domspatzen begeistert die Zuhörer aus Schaumburg bei der dreitägigen SN-Leserreise in Hamburg. Quelle: col
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Stadthagen/Hamnburg

Viele der Gäste hatten lange auf diesen Moment gewartet, „es ist ja fast nicht möglich, an Karten zu kommen“, erzählte etwa Anneliese Bulmahn, die gemeinsam mit ihrem Mann Wilhelm reiste. Deswegen hätten sich die Beiden sofort morgens ins Auto gesetzt, als sie die Anzeige für die Reise in der Zeitung gelesen hatten. Dass ausgerechnet der Knabenchor den Auftakt seiner Herbstkonzertreise in der „Elphi“ machte, freute Anneliese Bulmahn umso mehr.

Die 82 Meter lange Rolltreppe der Elphi“, die sogenannte Tube, führte die Besucher innerhalb von zweieinhalb Minuten auf 22 Meter Höhe. Nach zwei weiteren kleinen Rolltreppen ging es zur öffentlichen Plaza in 37 Metern Höhe, von der die Gäste einen schönen Blick auf die Elbe, die Landungsbrücken, den Michel und den Containerhafen hatten. Teile der Rolltreppe wurden von der Nienstädter Firma Hewa geliefert.

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HafenCity beeindruckt

Einige Stunden zuvor hatten die Schaumburger die Gelegenheit, die HafenCity – das größte innerstädtische Stadtentwicklungsprojekt in Europa – kennenzulernen. Von ihrem zentral in der Speicherstadt gelegenen, schicken Hotel waren sie vorbei am Miniaturwunderland zu den Magellan-Terrassen gelaufen, wo im Sommer häufig Konzerte stattfinden. Beeindruckt zeigten sich die Schaumburger von der Entwicklung der HafenCity, die 2025 abgeschlossen sein soll. Seit dem Projektbeginn 2008 sind rund 3000 Wohnungen fertiggestellt worden und mehr als 730 Unternehmen haben sich mittlerweile angesiedelt.

Nach einer Stadtrundfahrt am nächsten Morgen, die zum Hamburger Michel und durch den Stadtteil Winterhude führte, ging es ins Hamburger Rathaus. Das Gebäude wurde nach einem verheerenden Feuer im Jahr 1842 – dem Großen Brand, bei dem ein Viertel des damaligen Stadtgebietes zerstört wurde – nach elf Jahren Bauzeit 1897 wiedereröffnet.

Vom Smutje und dem König der Löwen

Während der abendlichen Hafenrundfahrt konnten die Schaumburger auch einen Blick auf die Yacht des russisch-israelischen Oligarchen Roman Arkadjewitsch Abramowitsch werfen. In Dock 11 steht die „Eclipse“, die zweitgrößte Yacht der Welt, die inklusive U-Boot und sowie Raketenabwehrsystem etwa 850 Millionen Euro gekostet haben soll. Noch beeindruckender zeigten sich die Schaumburger jedoch von den riesigen Containerschiffen, die mit einer 24-köpfigen Besatzung auskommen.

„Wie technisiert die Schifffahrt mittlerweile geworden ist“, wunderte sich der Waltringhäuser Heinz Dohmen. Seine Nachbarin Ute Scholz lachte über den Witz des Offiziers vom Ausflugsschiff, der den Smut zum wichtigsten Mann auf solch einem Schiff erklärte. Außerdem zeigte sich das Ehepaar Dohmen beeindruckt, dass das Musical „König der Löwen“ seit 2001 ununterbrochen in Hamburg aufgeführt wird. Beide konnten sich nicht mehr genau daran erinnern, wann sie es gesehen haben, „das ist bestimmt zehn oder 15 Jahre her“, glaubt Heinz Dohmen.

Wo die Beatles ihren Pilzkopf bekamen

Zum Abschluss ging es am Sonntagmorgen nach St. Pauli, das sich immer wieder neu erfindet und auch gerade im Umbruch befindet. Während in den siebziger Jahren noch 70000 Menschen in dem Bereich wohnten, sind es mittlerweile nur noch die Hälfte. Einen Überblick über die spannende Geschichte des Stadtteils gab es im St.-Pauli-Museum.

Dabei blieben die Beatles nicht unerwähnt, die bekannterweise ihre Karriere in Hamburg starteten. Ihre Pilzköpfe sollen sie sich übrigens im Salon Harry in direkter Nachbarschaft zum Pauli-Museum haben schneiden lassen. col