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Stadthagen Stadt Erweiterungsbau der Feuerwehrtechnischen Zentrale verzögert sich
Schaumburg Stadthagen Stadthagen Stadt Erweiterungsbau der Feuerwehrtechnischen Zentrale verzögert sich
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00:17 23.10.2018
Quelle: dpa
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Stadthagen

Der Kreisbrandmeister Klaus-Peter Grote hatte angesichts der derzeitigen Enge in der Feuerwehrtechnischen Zentrale (FTZ) Anfang des Jahres noch die Hoffnung geäußert, dass die Bauarbeiten schon Ende 2018 losgehen können (wir berichteten).

Doch dass das nach aktuellem Stand erst 2020 der Fall sein soll, „damit können wir leben“, versichert Grote. Er sei bei seiner Einschätzung im Januar „vielleicht ein bisschen optimistisch gewesen“, räumt der Kreisbrandmeister ein.

Zwar müsse die Kreisfeuerwehr „derzeit mit Engpässen leben“, dies werde aber noch eine Zeit lang wie bisher funktionieren. So würden Anschaffungen größerer Einsatzfahrzeuge eben erst fällig, wenn die neue Fahrzeughalle gebaut ist, berichtet Grote. Und der Enge bei den Unterrichtsräumen weiche man unter anderem dadurch aus, dass die größeren Schulungen, etwa die an Teilnehmern reichen Truppmann-Kurse, im Kreishaus stattfinden.

Bei dem Erweiterungsbau, der nach Angaben von Klebe rund 6,6 Millionen Euro kosten wird, geht es erstens um die Errichtung einer neuen 80 Meter langen Fahrzeughalle. Zum zweiten werden ein großer und zwei kleinere zusätzliche Unterrichtsräume gebaut.

Zum Jahreswechsel soll nach Klebe der Bauantrag gestellt werden. Dass die Planungen sich schon über einen längeren Zeitraum erstrecken, erklärt der Baudezernent mit der Größe und Kompliziertheit des Vorhabens: „Da sind viele Akteure beteiligt, es gibt schwierige Ausschreibungen, etliche Abstimmungen mit anderen Behörden sind erforderlich.“

Brandschutz teilweise noch ungeklärt

Man nehme sich die erforderliche Zeit, „denn schließlich wollen wir da etwas Vorbildliches hinsetzen“, betont Klebe. Zwischenzeitlich waren Vorplanungen nach Abstimmung mit der Kreisfeuerwehr teilweise wieder verworfen worden.

Derzeit gehe es zum Beispiel noch um den Brandschutz. So sei etwa die Frage, ob in die neue Fahrzeughalle eine Brandmeldeanlage hinein muss oder nicht, noch nicht geklärt, erläutert der Baudezernent. Dafür sei ein Gutachten erforderlich.

Wegen Punkten wie diesem müsse die schon fertige Vorplanung womöglich noch abgeändert werden. Gleichwohl rechnet Klebe damit, dass die Planungen im Herbst 2019 in die Erteilung der Baugenehmigung münden.

Voraussetzung für den Erweiterungsbau ist noch der Kauf von städtischem Grünland in Richtung Sportplatz. Der steht noch aus, aber Klebe geht davon aus, dass dieser ohne Probleme klappen wird. Ein ebenfalls erforderliches Privatgrundstück hinter dem jetzigen FTZ-Areal ist bereits gekauft.

Nach den Worten Klebes ist noch eine entsprechende Veränderung des Bebauungsplans durch die Stadt notwendig. Hierfür liefere das Kreisbauamt derzeit Informationen, etwa über die Flora und Fauna der zusätzlichen Flächen. „Da versiegeln wir einiges und es muss festgelegt werden, welche ökologischen Ausgleichsmaßnahmen wir erledigen müssen.“ Schließlich liege die FTZ „im sensiblen Bereich der Bornau“. ssr