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Stadthagen Stadt Feierliche Verabschiedung an der Hans-Christian-Andersen-Schule
Schaumburg Stadthagen Stadthagen Stadt Feierliche Verabschiedung an der Hans-Christian-Andersen-Schule
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00:25 28.06.2019
Lehrkräfte und geladene Gäste nehmen Abschied von der Hans-Christian-Andersen-Schule. 
Lehrkräfte und geladene Gäste nehmen Abschied von der Hans-Christian-Andersen-Schule.  Quelle: col
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Stadthagen

Der kommissarische Leiter zeigte sich erleichtert, dass der große Verwaltungsaufwand, mit dem diese Aufgabe verbunden war, nun abgeschlossen ist. Am Donnerstag erhalten die letzten 17 Schüler ihre Zeugnisse, „damit hat diese Schule ihre Aufgabe erfüllt“, so Ebel.

Sascha Ebel wird mit einem Blumenstrauß aus Bifis verabschiedet.

Mit diesem Schritt ändert sich nach den Sommerferien auch für die Pädagogen so einiges. Für die Mehrzahl der knapp 80 Lehrkräfte wird es an der Schule am Deister in Rodenberg weitergehen – die einzig verbleibende staatliche Förderschule im Landkreis. Dort wächst die Zahl der Kollegen damit auf 140, wie Schulleiter Andreas Oelke erklärte.

Auch Ebel wechselt dort hin und übernimmt Leitungsaufgaben. Für den Pädagogen steht fest, dass die inklusive Schule der „einzig notwendige und mögliche Weg ist“. Über 15 Jahre gehe man diesen bereits und der Wandlungsprozess sei fast abgeschlossen. „Jetzt sind wir Lehrkräfte gefordert, den Weg zu einer inklusiven Schule zu beschreiten.“ Sein Appell: „Es darf keine Etikettierung von Schulen mehr geben.“

Unterstützung von der Politik gefordert

Er verlange jedoch auch Unterstützung seitens der Politik, denn die Rahmenbedingungen müssten dafür passen. So wünsche er sich mehr Förderstunden sowie mehr Kollegen zur Sicherung der Unterrichtsversorgung.

Auch Georg Bittner, der bis 2015 die HCA geleitet hat, äußerte Kritik an der Schulpolitik, bei der sich Kinder und Jugendliche an die Schule anpassen müssten. Dabei müsste es genau andersherum sein. Deswegen bat er die Lehrkräfte: „Ihr dürft nicht die Sonderschulen weiterführen, sondern müsst Inklusion in die Schulen tragen.“ Den Kritikern der Inklusion, die eine Pause forderten, entgegnete Bittner: „Wie soll das gehen, sollen die Schüler ein Jahr zu Hause bleiben?“

Dass die Schulbehörde wenig davon mitbekomme, wie viel die Kollegen leisteten, gab Falk Beckhausen zu. Der Dezernent der Landeschulbehörde lobte die „Courage“, mit der die Kollegen die Herausforderungen gemeistert haben.

Allen kritischen Worten zum Trotz endete die Feierstunde fröhlich: mit einem Musikstück und Gegrilltem für die Gäste sowie einem Blumenstrauß aus Bifis für Sascha Ebel. col