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Stadthagen Stadt Für einen Tag die Zukunft erleben
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23:01 22.04.2010
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Stadthagen. Vier Schülerinnen haben für einen Tag hinter die Kulissen der Schaumburger Nachrichten geschaut. Vom Interview bis zum Bau der Seiten waren die Mädchen voll in das Tagesgeschäft der Redaktion integriert.
Der Tag als Journalistin begann für die SN-Gäste mit einer Redaktionskonferenz, in der sie eifrig über mögliche Themen diskutierten. Larissa Mußmann (10) aus Deckbergen, Sophia Kiel (11) aus Hagenburg, Leonie Stenzel (13) aus Seggebruch und die 14-jährige Stadthägerin Laura Krömer entschieden sich schließlich dafür, herausfinden, welche Eissorten in diesem Frühling die „Renner“ sind.
Schließlich ging es mit Schreibblock und Kugelschreiber ausgerüstet in die Stadthäger Innenstadt. In vier Eiscafés befragten die Nachwuchs-Reporterinnen das Personal zu den beliebtesten Eissorten und testeten selbst so außergewöhnliche Geschmacksrichtungen wie Marshmallow- und Bubble-Gum-Eis.
Zurück in der Redaktion hieß es dann: schreiben. Jedes Mädchen hat aus ihren Notizen eigenhändig einen Zeitungsartikel für die SNack-Seite der Schaumburger Nachrichten produziert. Doch damit nicht genug. Auch am Layout der Seite waren die Mädchen aktiv beteiligt, zudem schauten sie der Fotoredaktion über die Schulter. svb

Schulpraktikanten sind immer gern gesehen
Kraftfahrzeugtechnikermeister Dirk Büttner (von links), erklärt Amarn (12), Nina (13), Marie (13) und Leona (14) einen Benzinmotor. Die Schüler waren gestern zum Zukunftstag im Autohaus Starnitzke in Bückeburg und durften in die Abteilungen Werkstatt, Buchhaltung, Verkauf und Kundenservice hineinschnuppern. Drei Auszubildende lernen derzeit in dem mittelständischen Betrieb an der Kreuzbreite. Außerdem absolviert ein weiterer Schüler dort momentan sein Schulpraktikum. „Wir legen viel Wert auf die Ausbildung von Jugendlichen“, sagt der Bückeburger Autohaus-Chef Frank Starnitzke. „Deshalb sind wir jedes Jahr beim Zukunftstag dabei und lassen Schulpraktikanten immer gerne in unseren Betrieb.“ rg / Grabowski

Bastelspaß am „Heißen Draht“
15 Mädchen und neun Jungen blicken hinter die Kulissen von Faurecia
Am Zukunftstag hat es zahlreiche Schüler in die Werkstätten des Autositzherstellers Faurecia in Stadthagen gezogen. Unter der Anleitung von Ausbildern und Azubis konnten sie Maschinen testen und auf experimentelle Weise die Arbeit in der Werkstadt kennenlernen.
Stadthagen. Fräsen, bohren, stanzen und rechnen. Neun Jungen und 15 Mädchen haben den Zukunftstag genutzt, um sich handwerklich zu betätigen und zu schauen, wie es hinter den Kulissen bei Faurecia aussieht. Sie haben erfahren, wie eine Fräsemaschine funktioniert und konnten sich an kleinen Experimenten selbst ausprobieren. Einen Höhepunkt bot das Geschicklichkeitsspiel „Heißer Draht“, das die Schüler unter der Anleitung der Azubis für Industrie- und Werkzeugmechanik herstellten. „Das macht richtig Spaß“, erzählte der zwölfjährige Megan Tang.
Auch in der Abteilung für Elektroniker wurde fleißig gewerkelt. In kniffligen Übungen mussten die Schüler ihr logisches und mathematisches Denken unter Beweis stellen. „Keine ganz leichte Aufgabe“, stellten Laura Ludwig und Elia Krauß fest. Als Beruf kommt die Bastelei für die beiden aber nicht in Frage. „Ich möchte lieber eine Hilfsorganisation in Afrika gründen“, so Krauß. Die meisten der Schüler sind vor allem deshalb in den Betrieb gekommen, um mal zu sehen, „was der Papa so macht“. Ein interessanter Einblick ins Arbeitsleben, wenn auch „ganz schön laut und stickig“, erzählt Schülerin Svenja Stawan kil

Nachwuchs für die Redaktion
Die Arbeit als Journalist kommt gut an bei den jungen Besucherinnen am Zukunftstag
Interviews führen, fotografieren, Berichte schreiben: Beim gestrigen Zukunftstag haben Larissa, Laura, Sophia und Leonie einiges erlebt – und hatten dabei eine Menge Spaß.
Kreis Schaumburg. „Am besten hat mir das Fotografieren gefallen“, sagte die zehnjährige Larissa Mußmann aus Deckbergen. „Aber auch das Schreiben des Artikels war toll.“ Ursprünglich wollte sie am Zukunftstag in eine Tierarztpraxis gehen. Dass sie durch ihren Papa am Ende zur Zeitung gekommen ist, hat sie aber nicht bereut. „Das war eine gute Idee. Ich könnte mir auch gut vorstellen, das später selbst mal zu machen.“
Auch die 14-jährige Laura Krömer vom Stadthäger Ratsgymnasium liebäugelt schon seit geraumer Zeit mit dem Beruf des Journalisten. Die Interviews und die Führung durch die Schaumburger Nachrichten haben es ihr besonders angetan. „Ungefähr so hatte ich mir die Arbeit hier auch vorgestellt“, sagte sie.
„Der Tag als Reporterin war klasse“, erzählte die elfjährige Sophia Kiel aus Hagenburg. Die Arbeit als Journalistin muss sich bei ihr künftig mit dem Berufswunsch Ärztin messen.
„Das Interviewen und Schreiben ist viel Arbeit, macht aber großen Spaß“, so Leonie Stenzel (13). Im Speziellen habe ihr das Schreiben des Berichts gefallen. „In der Schule haben wir sowas auch schon gelernt.“ Dass die Artikel jetzt aber in der Zeitung erscheinen, sei besonders spannend. „Es war ein toller Tag. Viel schöner als Schule.“ kle, kil

Berufswunsch: Journalistin
Erster eigener Artikel
Nicht nur in der Redaktion in Stadthagen sind am Zukunftstag junge Nachwuchsjournalisten unterwegs gewesen. Auch die elfjährige Loccumerin Birte hat sich als SN-Reporterin ausprobiert.
Rehburg-Loccum. Worüber schreibt eine jugendliche Journalistin am Zukunftstag? Ganz klar – Birte schreibt über den Zukunftstag. Gemeinsam mit einer Journalistin hat sie Schüler an diesem Tag interviewt.
Janin und Birte erzählten Birte, dass sie in vielen Geschäften Absagen bekamen, bevor das Tiefbauunternehmen Wesling ihnen einen Praktikumsplatz zusagte. Pauline und Nele haben sich in einem Baumarkt angemeldet, in der Rehburg-Loccumer Verwaltung ist Reyyan durch viele Abteilungen geführt worden. Einen typisch weiblichen Besuch hingegen wollte Dominik ausprobieren als Erzieher im Kindergarten. Interviewt worden sind diese Kinder von Birte – mit Block und Stift hat sie Mitschülern Fragen gestellt und auch selbst die Kamera bedient.
Den Wunsch, Journalistin zu werden, hat Birte quasi in die Wiege gelegt bekommen – Großvater und Urgroßvater waren Journalisten. Die Voraussetzungen für diesen Beruf bringt sie mit: Birte ist neugierig, lernt gern Menschen kennen und mag es, zu lesen und zu schreiben. Nur Diktate hat sie nicht so gern.
Nach dem Termin-Marathon kam für Birte die Arbeit am Schreibtisch. Diesen Text hat sie gemeinsam mit der Journalistin verfasst – und beobachtet, wie er per Mail in die Redaktion ging. Der nächste spannende Moment wird der sein, in dem sie diese Zeilen ihren Klassenkameraden zeigen und auf ihr Kürzel „bibi“ weisen kann. ade, bibi

Mädchen und Jungs Gleiches Recht am Zukunftstag
Gleichberechtigung – das heißt gleiches Recht für alle, also für Mädchen und für Jungs. Der „Zukunftstag für Jungen und Mädchen in Niedersachsen“ richtet sich darum, anders als der gleichzeitig stattfindende bundesweite Girl‘s Day, an weibliche und männliche Schüler gleichermaßen. Jugendliche der Klassenstufen fünf bis zehn sollen an diesem Tag die Chance erhalten, geschlechteruntypische Berufe kennenzulernen. Für Schülerinnen kann das einen Einblick in technische, naturwissenschaftliche oder handwerkliche Berufe bedeuten. Jungs dagegen können sich mit sozialen, pädagogischen oder pflegerischen Berufen beschäftigen. Der Aktionstag soll den Jugendlichen neue und bessere Perspektiven für ihre berufliche Zukunft aufzeigen. kle