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Stadthagen Stadt Gewalt: Probleme auf der Straße lösen
Schaumburg Stadthagen Stadthagen Stadt Gewalt: Probleme auf der Straße lösen
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15:32 28.03.2019
Jugendliche sind im Jugendtreff der Alten Polizei aufeinandergetroffen, woraufhin ein Streit zwischen einer Gruppe Asylbewerber und mehreren Jugendlichen mit Migrationshintergrund entbrannte.
Jugendliche sind im Jugendtreff der Alten Polizei aufeinandergetroffen, woraufhin ein Streit zwischen einer Gruppe Asylbewerber und mehreren Jugendlichen mit Migrationshintergrund entbrannte. Quelle: Archiv
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Das Netzwerk bestehend aus Vertretern aus Schulen, der Verwaltung und der Jugendarbeit hat die Vorfälle Ende Februar noch einmal zur Sprache gebracht und Möglichkeiten diskutiert, mit solchen Entwicklungen umzugehen. „Der Präventionsrat könne die Probleme sicherlich nicht alleine lösen, biete aber gerne Werkzeuge an‘“, erklärt Renate Junklewitz von der Alten Polizei als Sprecherin des Präventionsrates.

Wie berichtet, waren die Jugendlichen im Jugendtreff der Alten Polizei aufeinandergetroffen, woraufhin ein Streit zwischen einer Gruppe Asylbewerber und mehreren Jugendlichen mit Migrationshintergrund entbrannte. Dieser endete in einer Massenschlägerei auf der Obernstraße, die von der Polizei aufgelöst werden musste. Auch Waffen waren im Spiel. Nachfolgend kam es zu weiteren kleineren Ausschreitungen. „So etwas passiert nicht im schulischen Umfeld oder Kulturzentrum, sondern im öffentlichen Raum“, sagt Junklewitz. Daher sei es wichtig, dort auch einzugreifen. Das gelinge zum Beispiel über den Einsatz eines Streetworkers.

Vorfälle im Jugendtreff aufgearbeitet

„Uns als Experten ist klar, dass wir die Situation der Jugendlichen mitgestalten, wir holen sie ab, bieten Projekte und Anlaufstellen an“, betont die Sprecherin des Präventionsrates. Nach den Ausschreitungen seien die Vorfälle im Jugendtreff der Alten Polizei, aber auch in anderen Bereichen der Jugendarbeit noch einmal angesprochen und aufgearbeitet worden. Dennoch sei es wichtig, auch auf der Straße vor Ort zu sein, so der Tenor. Auch hinsichtlich der Integrationsarbeit sei das ein Vorteil, da ein Streetworker dort, wo die Jugendlichen mit unterschiedlichem kulturellen Hintergrund aufeinandertreffen, sei und vermitteln könne.

Aus Sicht von Polizeisprecher Axel Bergmann durchaus eine Option. „Jede Maßnahme, mit der wir solchen Entwicklungen entgegenwirken, ist eine, die wir von der Polizei begrüßen.“

Inwiefern überhaupt eine neue Stelle für einen Streetworker geschaffen werden kann, ist unklar. An die Stadt wurde der Vorschlag nach Angaben der Sprecherin Bettina Burger noch nicht herangetragen. „Generell müssen wir feststellen, dass das auch kein alleiniges Stadthäger Problem ist, sondern den ganzen Landkreis betrifft.“ Insofern müsste erst einmal die Sinnhaftigkeit einer solchen Maßnahme mit der Kreisjugendpflege und der Awo diskutiert werden.

Von Tina Bonfert und Verena Gehring