Glatzer Straße bleibt dreckig - weil Schüler im Weg parken
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Stadthagen Stadt Glatzer Straße bleibt dreckig - weil Schüler im Weg parken
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15:52 08.10.2019
In der Glatzer Straße in Stadthagen sollen nach Meinung der Anwohner mehr Knöllchen an Falschparker verteilt werden. Denn sie versperren der Straßenreinigung den Weg. Quelle: Stefan Rothe
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Stadthagen

Werner Schwabe fühlt sich „von der Stadtverwaltung verkohlt“. Obwohl er wie andere Bürger auch seine Gebühren für die Straßenreinigung entrichte, werde die städtische Kehrmaschine vor seinem Grundstück so gut wie nie tätig.

Darum kommt die Kehrmaschine nicht durch

Der Grund: Obwohl dort in der Glatzer Straße während der Kehrzeit montags zwischen 7 und 10 Uhr ein Halteverbot gelte, würden dort ständig Schüler einer nahegelegenen Bildungseinrichtung ihre Autos parken, berichtet Schwabe. Die Folge: Die Kehrmaschine kann dann dort nicht fegen, der Straßenrand bleibt in dem Abschnitt in der Regel ungesäubert.

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„Ich habe schon oft mit den jungen Leuten gesprochen, das nützt aber nichts, die sind nicht einsichtig“, klagt der Anwohner. Was Schwabe nicht versteht: dass das Ordnungsamt dort so gut wie keine Knöllchen verteilt.

Erste Beschwerde vor fünf Jahren

Schon vor geraumer Zeit, vor fünf Jahren, habe er deswegen erstmals einen Brief an die Stadtverwaltung geschrieben. Die Situation habe sich aber nicht geändert. Vor einem Monat habe er darüber mit Verwaltungschef Oliver Theiß gesprochen. Der habe daraufhin die Anweisung gegeben, dort gezielt Knöllchen zu verteilen.

Ich fühle mich von der Stadt allein gelassen.

Werner Schwabe , Anwohner der Glatzer Straße

Als das im Laufe dann trotzdem nicht passierte, habe er Mitte September beim Ordnungsamt angerufen, erzählt Schwabe. Da habe er die Auskunft bekommen, „dass einer der für die Knöllchen zuständigen Mitarbeiter gerade aufgehört habe und ein anderer krank ist“.

Deswegen sei es nur schlecht möglich, in der Glatzer Straße zu kontrollieren. „Wenn das personell so aussieht, dann ist es um die Stadt aber schlecht bestellt“, merkt Schwabe an: „Ich fühle mich von der Stadt jedenfalls allein gelassen.“

Das sagt die Stadtverwaltung zu den ausgebliebenen Kontrollen

Auf Anfrage räumt Stadtsprecherin Bettina Burger ein, dass im September „aufgrund der eingeschränkten Personalsituation im Außendienst Kontrollen im ruhenden Verkehr nur eingeschränkt durchgeführt wurden“.

Es hätten Prioritäten gesetzt werden müssen, zumal der Außendienst auch zahlreiche andere Aufgaben wahrzunehmen habe neben der Kontrolle des ruhenden Verkehrs. Da hätten „sensible Bereiche wie vor Grundschulen oder Kitas“ im Fokus gestanden, „um die schwächsten Verkehrsteilnehmer zu schützen“.

Neuer Mitarbeiter im Außendienst

Burger weist darauf hin, dass im Oktober eine Entspannung eintreten werde. Denn Anfang des Monats sei eine neue Kraft für den Außendienst eingestellt worden. Und für die Glatzer Straße gelte, dass der Bürgermeister dort verstärkte Kontrollen angeordnet habe.

Darüber hinaus, teilt Burger mit, sei die Anschaffung einer Kamera für das Kehrfahrzeug beschlossen worden, „mit deren Hilfe Parkverstöße während der Fegezeiten dokumentiert werden können“. von Stefan Rothe

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