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Stadthagen Stadt Großbrand bei PreZero am Georgschacht in Stadthagen
Schaumburg Stadthagen Stadthagen Stadt Großbrand bei PreZero am Georgschacht in Stadthagen
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10:14 24.10.2019
Mit einem Großaufgebot kämpft die Feuerwehr gegen die Flammen am Stadthäger Georgschacht an. Quelle: Roger Grabowski
Stadthagen

Flammen schlagen Meter hoch aus den Dächern, Glasscheiben zerbersten, es knallt und knistert: Mit einem Großaufgebot haben die Feuerwehren aus Schaumburg am Mittwochabend gegen einen Großbrand auf dem Gelände des Georgschachtes gekämpft.

Die vier großen Lagerhallen, in denen das Entsorgungsunternehmen PreZero – ehemals Tönsmeier – Papier und Folien lagert, standen lichterloh in Flammen und sind bis auf die Grundmauern abgebrannt. Verletzt wurde niemand. Zur Brandursache konnte die Feuerwehr noch keine Angaben machen.

Video: Feuerwehrsprecher Sönke Fischer zur Lage vor Ort

Die Feuerwehren aus Stadthagen seien um 18.39 Uhr alarmiert worden, nachdem die Brandmeldeanlage in einer der Hallen auf dem Gelände des ehemaligen Kohlebergwerkes ausgelöst habe, erklärte Pressesprecher Sönke Fischer. Beim Eintreffen der ersten Brandschützer seien die Flammen dann bereits im Dachbereich zu sehen gewesen.

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Das Feuer griff schnell auf alle vier Gebäude über, Mitarbeiter des auf dem Areal ansässigen Entsorgungsunternehmens schafften es noch, Firmenfahrzeuge zu sichern.

Galerie: Fotos vom Großbrand bei PreZero

Wegen der starken Rauchentwicklung rief die Kreisfeuerwehr per Warn-App die Bevölkerung in Stadthagen dazu auf, Fenster und Türen geschlossen zu halten.

Um den Brand einzudämmen, bereiteten die insgesamt 250 Einsatzkräfte einen massiven Löschangriff vor. Kameraden aus Bad Nenndorf und Bückeburg unterstützten mit zwei Drehleitern, die Feuerwehr Petershagen/Lahde war mit der Hubrettungsbühne vor Ort.

Ebenfalls im Einsatz waren die Flughafenfeuerwehr Achum, Einsatzkräfte aus den Samtgemeinden Nienstädt und Niedernwöhren sowie die Kreisfeuerwehr.

„Die Löscharbeiten sind sehr kraftintensiv“, erklärte Fischer. Problematisch sei vor allem gewesen, das Areal mit ausreichend Wasser zu versorgen. Unter anderem pumpte die Feuerwehr Löschwasser aus einem benachbarten Teich.

Der Brand hält die Feuerwehr in Atem.

Wie Fischer erläuterte, gab es immer wieder Durchzündungen durch Öle und Lacke, die in den bis zur Schließung der Zeche Georgschacht als Werkstätten genutzten Hallen gelagert wurden. Explosionsgefahr habe aber nicht bestanden.

Die umliegenden Gewerbebetriebe am Georgschacht waren nicht vom Feuer betroffen. Fischer ging am Abend davon aus, dass sich der Einsatz bis in die Mittagsstunden des Donnerstages zieht. von Katharina Grimpe

Tönsmeier-Brand 2018