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Stadthagen Stadt Hegemann und Schwalbach verlassen Bauamt
Schaumburg Stadthagen Stadthagen Stadt Hegemann und Schwalbach verlassen Bauamt
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00:18 20.11.2018
Symbolbild Quelle: Archiv
Stadthagen

Nach Angaben von Verwaltungschef Oliver Theiß hat sich der 61-jährige Hegemann dazu entschlossen, nach längerer Krankschreibung nicht wieder an den Arbeitsplatz zurückzukehren, sondern aus gesundheitlichen Gründen in den Vorruhestand einzutreten. „Das bedauere ich natürlich sehr“, kommentiert Theiß. Die Gesundheit stehe aber im Vordergrund, „daher akzeptiere ich die Entscheidung ohne jede Einschränkung.“

Hegemann habe „immer sehr gewissenhaft gearbeitet und ich bin sicher, dass er auch diese Entscheidung nach sorgfältiger Überlegung getroffen hat“, so der Verwaltungschef.Hegemann war seit 2010 Leiter des Bauamtes, zuvor war er hier 19 Jahre lang als Stadtplaner tätig gewesen. „Da geht eine Ära zuende“, betont Theiß, „weil Herr Hegemann der Stadtentwicklung seinen Stempel aufgedrückt hat.“ Diesem sei es gelungen, „den Spagat zwischen Bewahrung der Tradition und Fortschritt innerhalb der Stadtentwicklung zu schaffen.“Stadtplaner Schwalbach (49) verlässt die Stadtverwaltung nach Angaben von Theiß Ende Februar kommenden Jahres auf eigenen Wunsch, „um sich einer neuen beruflichen Herausforderung zu stellen“. Nähere Angaben dazu macht der Bürgermeister auf Wunsch von Schwalbach nicht. „Ich bedauere diesen Weggang“, bekennt der Verwaltungschef: Dass die Stelle des Stadtplaners „ein gewisses Sprungbrett ist, muss uns aber klar sein.“ Die Tätigkeit von Schwalbach sei „durch große Kompetenz und Sachkenntnis gekennzeichnet und er verkörpert den Blick über den Tellerrand sehr gut“.

Schwalbach ist hier seit zweieinhalb Jahren Stadtplaner, er war seinerzeit beruflich aus Bremen in die Kreisstadt gewechselt.Dass die beiden Entscheidungen zeitlich zusammenfallen, sei ein Zufall, betont Theiß. „Das reißt eine große Lücke in die Stadtverwaltung“, räumt der Verwaltungschef ein. Das werde in der nächsten Zeit „äußerst schwer zu kompensieren sein“. Theiß dazu: „Das wirkt sich aus. Wir sind zu klein, um das vollständig ausgleichen zu können.“ Alle Mitarbeiter im Bauamt „arbeiten aber auf Hochtouren und teilweise über die Grenzen hinaus“, um die negativen Auswirkungen möglichst gering zu halten. Die Arbeit müsse in der nächsten Zeit nach Wichtigkeit priorisiert werden. „Es ist daher klar, dass nicht alles so ausgeführt werden kann, wie wir uns das eigentlich wünschen.“ Theiß weiter: „Mit Blick auf die kommenden Monate muss ich deswegen die Bürger um Verständnis bitten.“Die eingetretene Lage sei freilich gleichzeitig „auch die Chance auf einen Neuanfang“, fügt Theiß hinzu. Beide Stellen seien bereits ausgeschrieben. Eine interne Besetzung werde es in beiden Fällen nicht geben. Das hänge mit den erforderlichen formellen Qualifikationen zusammen. Die Bewerbungsfrist ende am 7. Dezember. „Unser Ziel ist es, die Stelle des Bauamtsleiters so schnell wie möglich und die des Stadtplaners mit nahtlosem Übergang zu besetzen“, betont Theißssr

Kommentar

Welch‘ unglückliches Zusammentreffen: Fast zeitgleich verlassen Leiter Gerd Hegemann und Stadtplaner Gerrit Schwalbach das städtische Bauamt. Damit sind die beiden leitenden Posten vakant, bei denen es um die strategische Planung der Stadtentwicklung und um die Betreuung der wichtigsten Projekte geht.Dabei stehen immens wichtige Vorhaben unmittelbar an: die Sanierung beziehungsweise Umgestaltung der Fußgängerzone, die Umsetzung des Sanierungsgebietes „Südlich des Tulpenwegs“ und die Planung des Wohnbaugebietes „An der Sandkuhle II“ seien als Beispiele genannt.Da ist zu hoffen, dass möglichst schnell qualifizierte Nachfolger gefunden werden. Einzukalkulieren ist ohnehin, dass diese – weil sie auf jeden Fall von außen kommen – eine Zeitlang benötigen werden, um sich mit den hiesigen Gegebenheiten vertraut zu machen. Von Stefan Rothe