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Stadthagen Stadt Heiligabend in Australien und Vancouver
Schaumburg Stadthagen Stadthagen Stadt Heiligabend in Australien und Vancouver
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20:25 21.12.2018
Als Backpackerin ist eine Stadthägerin über die Feiertage am anderen Ende der Welt.
Als Backpackerin ist eine Stadthägerin über die Feiertage am anderen Ende der Welt. Quelle: Symbolbild: Florian Schuh/dpa
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Stadthagen

Lea Jäger hat in diesem Jahr in Stadthagen das Abitur bestanden. Die 18-Jährige sucht jetzt erst mal das Abenteuer als Work&Traveller in Australien. „Es fühlt sich gar nicht weihnachtlich an, weil es warm ist und ich im Hostel bin. Es fühlt sich nicht einmal wie Dezember an“, erklärt sie. Advent bedeute für sie gemütliches Kerzenlicht, Kakao und dicke Pullis. In Australien trage sie jetzt aber kurze Hosen und muss sich sogar Sorgen um Sonnenbrand machen.

Die Stadthägerin verbringt Weihnachten in Australien.

Weihnachtsgeschenk kam per Post

Die Weihnachtsdeko wirke total fehl am Platz „Ich glaube der Weihnachtsbaum ist nicht mal echt“, lacht sie. Es sei einfach nicht das Gleiche, wie mit ihrer Familie. Diese hat ihr aber ein Paket geschickt, das sie am Morgen des 25. öffnen wird. Die Zeitverschiebung erschwere Telefonate mit ihrer Familie zusätzlich. „Ich werde sie an Weihnachten mit Sicherheit vermissen, aber zum Glück gibt es Facetime“, sagt sie. So kann sich die Familie nicht nur hören, sondern auch auf dem Bildschirm sehen. Am 24. muss Lea auch noch arbeiten. Vermutlich wird ihr Hostel am Abend ein gemeinsames Essen spendieren. Aber trotz allem sagt sie: „So schlimm wird es schon nicht, denn ich habe hier ja auch Freunde.“

In Vancouver stehen die Chancen für weiße Weihnachten gut

Knapp 8000 Kilometer ist Lars Heurich an Weihnachten von seiner Heimat entfernt. Er landet im wahrsten Sinne des Wortes in Vancouver. Der Pilot aus Stadthagen ist auch in diesem Jahr berufsbedingt unterwegs. „In unserem Beruf gibt es weder Wochenenden noch Feiertage, aber das ist ja zum Beispiel bei Ärzten und Polizisten nicht anders.“ Da er zur jungen Pilotengeneration gehöre, ohne eigene Kinder, habe er in den vergangenen elf Jahren an Weihnachten gearbeitet. „Ich fühle mich zwar der Heimat verbunden, sehe es aber ganz entspannt, unterwegs zu sein. Das ist für mich ein Teil des Geschäfts“, sagt der Stadthäger. In den vergangenen Jahren hat er Weihnachten unter anderem schon in Istanbul, Washington und Italien verbracht.

Ganz schlecht haben es Heurich und seine Kollegen aber nicht: Sein Arbeitgeber, die Lufthansa, bietet zum Weihnachtsfest an, eine Begleitperson mitzunehmen. Außerdem gebe es stets ein gemeinsames Abendessen mit der gesamten Crew. Manchmal sei es auch möglich, Hotelaufenthalte zu verlängern, da über die Feiertage das Flugprogramm herunter gefahren werde. „Da hat es schon tolle Ausflüge gegeben.“ In diesem Jahr möchte er ein wenig Ski fahren. In Kanada seien die Chancen für ein weißes Weihnachten ziemlich groß.

von Sophie-Marie Ahnefeld und Jennifer Minke-Beil