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Stadthagen Stadt Hochzeitshaus zieht an die Vornhäger Straße
Schaumburg Stadthagen Stadthagen Stadt Hochzeitshaus zieht an die Vornhäger Straße
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00:21 27.01.2019
Brautmodengeschäft-Inhaberin Weiwei Lin-Riehl hat den früheren Ratio-Markt an der Vornhäger Straße gekauft. Quelle: ssr
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Stadthagen

Dieser soll in Teilen abgerissen werden, danach an dieser Stelle ein völlig neu gestaltetes Gebäude entstehen. Dafür will die Unternehmerin nach eigenem Bekunden mehr als eine Million Euro investieren.

Der derzeitige Standort in einem Fachwerkhaus an der Niedernstraße sei für das florierende Brautmodengeschäft mittlerweile zu klein, begründet Lin Riehl den Umzug. „Wir platzen hier wirklich aus allen Nähten.“ Der neue Standort werde dreimal so viel Fläche, nämlich 1200 Quadratmeter, bieten. „Da können wir etliche separate Beratungsräume einrichten und viel mehr Privatsphäre schaffen, sodass die Kundinnen und Kunden sich wohler fühlen“, erläutert die Geschäftsfrau. Auch die Angebotspalette könne noch weiter vergrößert und komfortabler präsentiert werden.

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Neueinstellungen geplant

Aufgrund der Vergrößerung plane sie, ihre Belegschaft zu verdoppeln. Das würde die Einstellung von acht bis zehn neuen Fachverkäufern bedeuten, Voll- und Teilzeitkräfte.

Die Planung für das Gebäude an der Vornhäger Straße habe in den Händen des renommierten Architekten Holger Kähner des weltweit tätigen Fachbüros Plasma Studio (London) gelegen. Es werde „ein hochmodernes Bauwerk“ entstehen, so Lin Riehl, angelehnt an den „architektonischen Faltstil“ dieses Büros, der an gefaltetes Papier erinnere. Die bautechnische Umsetzung des einstöckigen Gebäudes werde freilich durch ein hannoversches Fachbüro erfolgen. Der Bauantrag werde in den nächsten Tagen bei der Verwaltung eingereicht. Läuft alles wie geplant, hofft Lin Riehl auf einen Umzug noch vor Ende diesen Jahres.

Die Inhaberin ist nach eigenem Bekunden froh, den neuen Standort gefunden zu haben. „Hätte das nicht geklappt, wäre ich gezwungen gewesen, Stadthagen zu verlassen.“ Sie freue sich aber, in der Kreisstadt bleiben zu können. Bei ihrem Vorhaben fühle sie sich bisher von der Stadt gut unterstützt, betont Lin Riehl.
Ursprünglich war in dem Areal nur Wohnbebauung geplant gewesen (wir berichteten), dann war jedoch planungsrechtlich ein sogenanntes Urbanes Gebiet ausgewiesen worden, in dem in bestimmten Grenzen auch Einzelhandel zulässig ist. „Die Verhandlungen waren nicht einfach, aber am Ende hat es geklappt“, berichtet Lin Riehl.

Nachnutzer gesucht

Für das Fachwerkgebäude an der Niedernstraße, das ihr gehört, laufen bereits Verhandlungen mit Interessenten für die Nachnutzung. Noch sei aber alles offen, so die Geschäftsfrau, auch ob verkauft oder vermietet werde.

Auf jeden Fall lege sie Wert auf eine „qualitativ hochwertige Nachnutzung“, das sei sie der Lage und dem Gebäude schuldig. Schließlich habe sie in die Sanierung des historischen Baus 500 000 Euro gesteckt „und viel Herzblut“, wie die Stadthägerin betont.

Sie ziehe in ihr Geschäft Kundschaft aus einem Umkreis von Westfalen, Bremen und Hannover an, betont Lin Riehl. „Durch die Lage an der Vornhäger Straße – direkt am Eingang zur Altstadt – werden wir auch eine Magnetfunktion für die Innenstadt haben.“ Von Stefan Rothe