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Stadthagen Stadt „Ideenarena“ Stadthagen fordert mehr Infos über Tourismusverband
Schaumburg Stadthagen Stadthagen Stadt „Ideenarena“ Stadthagen fordert mehr Infos über Tourismusverband
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00:19 02.02.2019
Mischen sich ein: Die „Ideenarena“-Initiatoren Christiane Bolte (von rechts), Karin Gümmer, Tania von Schöning und Nicolaus von Schöning.  Quelle: ssr
Stadthagen

Die StadthägerIdeenarena“ schaltet sich in die Diskussion über den Vorschlag der Stadtverwaltung ein, die Mitgliedschaft im Weserbergland Tourismus e.V. (WT) zu beenden. Das Thema wird am Donnerstag in der Sitzung des Ratsausschusses für Wirtschaft, Tourismus und Stadtmarketing beraten.

Die „Ideenarena“ fordert Rat und Verwaltung auf, noch vor einer Entscheidung eine öffentliche Veranstaltung mit WT-Geschäftsführerin Petra Wegener durchzuführen. „Nur so kann genügend Transparenz über die Leistungen des WT für Stadthagen und damit eine ausreichende Entscheidungsgrundlage über einen möglichen Austritt hergestellt werden“, sagt Christiane Bolte, eine der Initiatorinnen der „Ideenarena“.

Es habe keine Kommunikations gegeben

Gespräche mit Verwaltung und Politik hätten nämlich gezeigt, dass es zwischen Vertretern der Stadt und dem WT „in letzter Zeit offenbar gar keine Kommunikation gegeben hat“, berichtet Mitinitiator Nicolaus von Schöning. Die Ratsmitglieder seien offenbar nicht ausreichend darüber informiert, was das WT für die Kreisstadt überhaupt tue.

Genügend Zeit für eine öffentliche Veranstaltung und für eine eingehendere Meinungsbildung und Entscheidungsfindung sei vorhanden, so von Schöning. Die Frist für den von der Verwaltung zum Jahresende angestrebten Austritt laufe nämlich bis zum 30. Juni. Die Stadt zahlt jährlich 6700 Euro als Mitgliedsbeitrag an den WT. Dieser strebt freilich eine Beitragserhöhung um 30 Prozent an.

Überregional aktiver Partner notwendig

Die Initiatoren der „Ideenarena“, die Anfang dieser Woche ein Gespräch mit WT-Geschäftsführerin Wegener geführt haben, empfehlen den Verantwortlichen in Rat und Verwaltung, im WT zu verbleiben. Effektive Tourismusförderung könne nur mit einem Partner realisiert werden, der überregional tätig ist, argumentiert Mitinitiatorin Tania von Schöning. Im WT könnten Kräfte mit vielen Partnern im Weserbergland gebündelt werden. Die Stadtverwaltung wäre nach Überzeugung von Mitinitiatorin Karin Gümmer gar nicht in der Lage, bei einem Wegfall der Leistungen des WT diese zu ersetzen.

Gütesiegel ginge verloren

Bei einem Austritt würde Stadthagen zudem das Gütesiegel „Historisches Weserbergland“ verlieren, führt Tania von Schöning weiter an: „Das wäre ein klares Minus beim Tourismus-Marketing.“ Zudem wären wichtige Beratungsleistungen des WT in Sachen Tourismusförderung perdu. „Tourismus ist ein wichtiger Wirtschaftsfaktor, für dessen Marketing die Kreisstadt einen starken überregionalen Partner mit entsprechender Expertise braucht“, fügt Bolte hinzu.

Nicolaus von Schöning ergänzt: „Stadthagen darf doch gerade angesichts der sich verschärfenden Konkurrenzsituation bei der Tourismusförderung nicht vom Gas gehen, wenn andere Städte das nicht tun.“

von Stefan Rothe