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Stadthagen Stadt Im Kindergarten wird es eng
Schaumburg Stadthagen Stadthagen Stadt Im Kindergarten wird es eng
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18:48 05.06.2019
Vertreter der Awo im Gespräch mit FDP-Politikern.  Quelle: ssr
Stadthagen

Wie Leiterin Silvia Paul-Stawarz den Besuchern erläuterte, hat sich das Problem dadurch ergeben, dass in das direkt benachbarte Jakob-Dammann-Haus das Landesjugendpfarramt eingezogen ist (wir berichteten). Das Gebäude sei nämlich bisher von der Kindergarten-Belegschaft mitgenutzt worden – für Konferenzen, Besprechungen, Elterngespräche und als Sozialraum. Das ist nun durch die neue Nutzung nicht mehr möglich. Entsprechend fehlen Räume für die genannten Zwecke, weil im Kindergartengebäude nicht vorhanden. „Es gibt zu wenig Räume für die Mitarbeiter“, so Paul-Stawarz.

Allerdings könnte sich die Situation bald ändern, wie Pastor Hartmut Spier von der St.-Martini-Kirchengemeinde als Träger des Kindergartens andeutete. Demnach laufen schon Gespräche zwischen der Kirchengemeinde und der Stadtverwaltung. „Es besteht begründete Hoffnung, dass unsere Platzprobleme bald gelöst werden“, sagte Spier. Einzelheiten wollte Spier noch nicht nennen, um den Erfolg der laufenden Gespräche nicht zu gefährden: „Es ist ja noch nicht in trockenen Tüchern.“

Mit Interesse vernahmen die Besucher von der FDP, dass der Anteil der Kinder mit Migrationshintergrund in den Vormittagsgruppen im „Regenbogenhaus“ 98 Prozent beträgt. Mit den daraus resultierenden sprachlichen Problemen zurechtzukommen, nicht zuletzt auch mit Blick auf die Elternkontakte, sei „eine große Herausforderung“, berichtete Paul-Stawarz. „Es gelingt aber gut, weil unsere Mitarbeiterinnen hoch motiviert sind“, betonte Spier.

Auch bei Kita „Fasanenweg“ zu Besuch

Auch der Kita „Fasanenweg“, der von der Arbeiterwohlfahrt (Awo) betrieben wird, statteten die Liberalen einen Besuch ab. Hier wurden sie mit einem Wunsch konfrontiert, der sich auf die geplante neue Kita „Am Holzwinkel“ bezieht, für den auch die Awo die Trägerschaft übertragen bekommen wird. „Es wäre klasse, wenn wir dort eine große Küche bekommen würden, in der täglich das ganze Essen frisch zubereitet werden kann“, sagte Awo-Kreisgeschäftsführerin Heidemarie Hanauske. Das wäre ökologisch und vom Gesundheitsaspekt her optimal, zudem könnten die Kinder pädagogisch einbezogen werden. Allerdings würde das bedeuten, dass die Kosten die gesetzte Grenze von vier Millionen Euro überschreiten würden. „Das würde einen entsprechenden politischen Beschluss voraussetzen“, so Hanauske. „Das sollte bei einer so sinnvollen Sache doch wohl möglich sein“, reagierte FDP-Ratsherr Norbert Kunze.

Mit Nachdruck brachten Kita-Leiterin Heidrun Wellner und Awo-Kita-Fachberaterin Nina Pawletko den Wunsch zum Ausdruck, für jede Kindergarten-Gruppe eine dritte Erzieherin zu bekommen. Adressat dieser Forderung ist freilich das Land. Zudem wäre eine Gruppengröße von 20 statt derzeit 25 erstrebenswert, brachten die beiden Pädagoginnen weiter vor. Erst dann wäre eine optimale individuelle Förderung der Kinder wirklich zu bewerkstelligen, machte Pawletko deutlich. ssr