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Stadthagen Stadt Jetzt sagt die CDU Steingärten in Stadthagen den Kampf an
Schaumburg Stadthagen Stadthagen Stadt Jetzt sagt die CDU Steingärten in Stadthagen den Kampf an
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13:38 12.11.2019
Schotter vor dem Haus ist kein schöner Anblick - findet die CDU und will jetzt gegen Steingärten in Stadthagen vorgehen. Quelle: Symbolfoto, Carmen Jaspersen/dpa
Stadthagen

Der CDU-Stadtverband hat sich in seiner jüngsten Sitzung mit der Problematik von Steingärten auseinandergesetzt.

Unter der Prämisse, ein Steingarten sei weniger pflegeintensiv und optisch ansprechender, liegt diese Form der Gartengestaltung derzeit vor allem in Neubauvierteln, aber auch in älteren Wohngebieten im Trend. „Die ökologischen Nachteile werden dabei vielfach ausgeblendet, jedoch leider auch das Stadtbild“, merkt Pressesprecher Michel Viertel an.

Ärger mit Unkraut und Nachteile für Insekten

Der stellvertretende Vorsitzende Andreas Ahnefeld fügt hinzu, dass in solchen Anlagen durch Humuseintrag in wenigen Jahren das Unkraut schnell zunehme und letztlich ein solcher Garten dann „gar nicht mehr pflegeleicht“ sei.

Schottergärten sind in Niedersachsen unzulässig. Wir müssen diesem Trend Einhalt gebieten.

Ursula Schweer , Stellvertretende CDU-Vorsitzende für Stadthagen

Das Insektensterben werde leider durch diese Gartengestaltung gefördert, und bei Starkregenereignissen könne der Niederschlag nicht im Erdreich versickern.

So will die CDU gegen Steingärten vorgehen

Die stellvertretende Vorsitzende Ursula Schweer erklärt: „Schottergärten sind grundsätzlich in Niedersachsen unzulässig. Wir müssen einen Weg finden, diesem Trend Einhalt zu gebieten.“

„Man könnte beispielsweise zu neuen Bebauungsplänen Merkblätter herausgeben, um präventiv die Bauherren darauf aufmerksam zu machen, dass Steingärten nicht zulässig sind“, meint der stellvertretende Vorsitzende Bernd Englich.

Lesen Sie auch: So schaden Schottergärten dem Artenschutz vor der Haustür

Gleichzeitig könne man auch im Bebauungsplan selbst Festsetzungen zur Gestaltung der Gärten erlassen – nicht nur bei neuen, sondern auch bei Änderungen von bestehenden Bebauungsplänen.

Auch repressive Maßnahmen sind denkbar

„Als allerletzte Option könnten auch repressivere Ansätze gewählt werden“, findet Mitglied Sven-Olav Benkhardt: „Schotterflächen sind eine Form der Versiegelung und könnten sich daher auch auf die zu entrichtenden Abwassergebühren auswirken.“

Viertel merkt dabei noch an, dass man solch teilversiegelte Flächen auch zur Grundflächenzahl hinzuzählen könne, mit der Überschreitung dieser könnte es dann zu Mahnbescheiden oder Rückbauforderungen kommen.

Weiterhin führt er aus: „Die Stadtverwaltung kann die Entwicklung der Gärten über im Netz freizugängliche Satellitenbilder beobachten. Bei einem möglichen Fall der Ausweitung von Schottergärten sollte die Stadt ein Gespräch suchen und einen Konsens mit dem Bürger ausmachen.“ von Stefan Rothe

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