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Stadthagen Stadt Jogger in Lauenhagen angeschossen: Schütze akzeptiert Strafe
Schaumburg Stadthagen Stadthagen Stadt Jogger in Lauenhagen angeschossen: Schütze akzeptiert Strafe
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12:05 25.10.2019
Mit dem versehentlichen Schuss hatte der 73-Jährige den Familienvater am Kopf getroffen, der gerade mit seinen Kindern im Feld bei Lauenhagen unterwegs war. Quelle: Symbolfoto, Frank Molter/dpa
Stadthagen/Lauenhagen

Offenbar kommt es im Falle des angeschossenen Joggers in Lauenhagen doch nicht zum Gerichtsprozess vor dem Stadthäger Amtsgericht. Die seinerzeit anberaumte Verhandlung musste abgesagt werden, da es einen Richterwechsel gab. Nun hat der angeklagte Jäger seinen Einspruch gegen den Strafbefehl zurückgenommen.

Familienvater wird beim Joggen von Kugel getroffen

Am 15. Juli 2018 war ein 31 Jahre alter Familienvater mit seinen drei Kindern auf einem Feldweg in Lauenhagen unterwegs, als er plötzlich einen Schlag gegen den Kopf spürte und zu Boden ging. Spätere Untersuchungen ergaben, dass den Jogger eine Kugel am Kopf gestriffen hatte. Es folgten umfängliche Ermittlungen der Polizei.

Mehr zum angeschossenen Jogger

Die Beamten konnten das Projektil einem Schaumburger Jäger zuordnen. Er hatte sich trotz diverser öffentlicher Aufrufe bis dahin nicht zu erkennen gegeben. Ganz im Gegenteil: Er bestritt in den polizeilichen Vernehmungen erst, überhaupt vor Ort gewesen zu sein, als der Schuss fiel.

Später räumte er das aber ein und sagte aus, beim Entladen des Gewehres auf den Boden gezielt zu haben, als sich ein Schuss löste.

Jetzt wird die Höhe der Strafe verhandelt

Er musste seinen Jagdschein, die Waffenbesitzkarte sowie wie Waffen abgeben. Die zuständige Staatsanwaltschaft in Bückeburg wollte das Strafverfahren gegen den 73-Jährigen mit einem sogenannten Strafbefehl einstellen. Der Schaumburger hätte nach Angaben von Behördensprecher Nils-Holger Dreißig 4800 Euro zahlen sollen.

Dagegen hatte der Mann Einspruch eingelegt. Es hätte ein Prozess gefolgt, der nun aber verschoben werden musste. Da der Angeklagte den Strafbefehl mittlerweile doch akzeptiert, wird bei am 10. Dezember nur noch über die Strafhöhe verhandelt. Aus diesem Grund sind bis auf den Geschädigten alle Zeugen ausgeladen worden. von Verena Gehring

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