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Stadthagen Stadt Jubiläums-Interview: Klocke & Lingemann will in Stadthagen investieren
Schaumburg Stadthagen Stadthagen Stadt Jubiläums-Interview: Klocke & Lingemann will in Stadthagen investieren
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10:23 02.10.2019
Eberhard (links) und Fritz Peter Klocke sind geschäftsführende Gesellschafter des Stadthäger Traditionsunternehmens Klocke & Lingemann. Zur Unternehmensleitung gehört auch Simone Klocke. Quelle: pr.
Stadthagen

Herr Fritz-Peter Klocke, wie beurteilen Sie den Standort Stadthagen für Ihr Unternehmen?

Als Großhandelsunternehmen versorgen wir Installations- und Bauhandwerk sowie Industriebetriebe mit Material. Die regionale Mitte zwischen Hannover und Bielefeld ist ein logistischer Vorteil, durch den es gelingt, unsere Kunden jeden Tag schnell und zuverlässig zu beliefern.
Wie bewerten Sie den Wirtschaftsstandort Stadthagen im Allgemeinen?

Wir haben in den vergangenen Jahren viel in unsere Niederlassungen Rinteln und Minden investiert. Dennoch ist derzeit Stadthagen als Stammsitz mit der Bad-Ausstellung und dem Zentrallager wichtigster Standort. Eine Weiterentwicklung, insbesondere des Bereiches Sanitär und Heizung, kann allerdings nur außerhalb Stadthagens gelingen.

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Hat Ihr Unternehmen Erweiterungspläne und wäre das hier möglich?

Das Sortiment des Stahlhandels mit Breitflanschträgern, Baustahlmatten, Stahlrohren und Blechen ist ein transportintensives Gut. Der eingangs erwähnte logistische Vorteil unseres Standortes in Stadthagen veranlasst uns, hier in den kommenden Jahren neu zu investieren.
Wie sehen Sie die Wettbewerbssituation in Ihrer Branche hier in der Region?

Der Wettbewerb ist geprägt durch eine zunehmende Konzentration der bestehenden Handelsunternehmen, die in der Region Filialen betreiben. Wir sind als Gesellschafter in eine starke Einkaufskooperation eingebunden und sehen einer weiterhin lebhaften Baunachfrage in unserer Region positiv entgegen.
Was ist die wichtigste Herausforderung für Ihr Unternehmen in den nächsten Jahren und wie begegnen Sie dieser?

Die Nachwuchsförderung, sowohl in unserem Unternehmen wie auch die Unterstützung junger Handwerksbetriebe, liegt uns sehr am Herzen. Es kann ja nur das Material verkauft werden, was vor Ort durch die Fachhandwerker verbaut wird. Hier liegt unser Kapazitätsengpass. Insbesondere in der Heizungs- und Energietechnik werden die Anforderungen an die jungen Installateure zukünftig stark steigen und sicherlich zu einer Neubewertung des Berufsbildes mit einer hohen Anerkennung führen. Interview: Stefan Rothe

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