Menü
Schaumburger Nachrichten | Ihre Zeitung aus Schaumburg
Anmelden
Stadthagen Stadt Kita-Neubau in Stadthagen erst 2022 fertig?
Schaumburg Stadthagen Stadthagen Stadt Kita-Neubau in Stadthagen erst 2022 fertig?
Partner im Redaktionsnetzwerk Deutschland
14:19 19.02.2019
In Stadthagen soll eine neue Kita gebaut werden. Quelle: dpa
Stadthagen

Der Zeitplan war ehrgeizig: Im vergangenen Jahr ist sie in die Planung eingestiegen, bereits im Sommer 2020 hat die Stadt die neue Kita Im Holzwinkel eröffnen wollen. An diesem Vorhaben werden immer mehr Zweifel laut. Im jüngsten Ausschuss für Schulen und Kindergärten war nun von 2022 als Eröffnungsjahr die Rede.
Dies war zumindest die Einschätzung des Vorsitzenden Gunter Feuerbach (CDU), der in diesem Zusammenhang auf die boomende Baubranche hinwies: „Wir haben hier drei Firmen, die die notwendigen Bodenproben machen können. Wenn die dann keine Zeit haben, wir diese aber vor dem Grundstückskauf brauchen, lässt sich der Verwaltung kein Vorwurf für die Verzögerung machen.“

Bau könnte eine Million Euro teurer werden

Er hoffe, dass „mit Glück“ im dritten Quartal der Bauantrag eingereicht werden könne. „Dafür muss die Politik allerdings dem Architektenentwurf zustimmen.“ Mit dem Baubeginn rechne er für Ende 2019/Anfang 2020. Bis zur Fertigstellung würden seiner Erfahrung nach 18 Monate vergehen. Zudem rechnet Feuerbach damit, dass die Investitionssumme von fünf Millionen Euro nicht reichen werde. „Wir könnten am Ende bei sechs Millionen landen, da müssen wir durch.“

Vorab hatte sich Fachbereichsleiterin Iris Freimann sichtlich schwergetan mit einer Antwort auf die Frage von Thomas Pawlik (SPD), ob sich das Vorhaben noch im Zeitplan befinde. Dies sei schließlich „ein großes Projekt für eine kleine Stadt wie Stadthagen“. Sie könne aufgrund der vielen Variablen weder einen Zeitplan festlegen, noch sagen, was es kostet. „Wenn ich mich jetzt festlege, nageln Sie mich später darauf fest.“

Für diese Antwort Antwort erntete Freimann einigen Gegenwind. „Sie müssen uns keinen Vortrag halten. Dass es schwierig ist, wissen wir auch“, monierte Norbert Kunze (FDP). Und Pawlik ergänzte: „Wir haben mit dem Kreis eine Schule für 20 Millionen Euro gebaut. Wir sind nicht naiv.“ Seine Parteigenossin Kerstin-Annelie Blome-Soontiens plädierte an Politik und Verwaltung, sich um Interimslösungen zu bemühen, um den Druck von den Eltern zu nehmen, sollte sich die Eröffnung tatsächlich nach hinten verschieben.

Nur der Bürgermeister kennt den Zeitplan

Auf die erneute Nachfrage von Kunze, von welchem Zeitplan man überhaupt noch sprechen könne, verwies Freimann auf den Bürgermeister. Das müsse er beantworten. „Die Stadt hat es versäumt, rechtzeitig die Weichen zu stellen“, sagte Kunze.

Wie Freimann erklärte, sei die Verwaltung allerdings dabei, „zwei wichtige Schritte“ für den Neubau abzuschließen. So stehe die Beauftragung der Architekten bervor. Wie berichtet, war die Wahl auf Myriam König gefallen. Außerdem stehe der Entwurf in der Prüfung. „Dafür brauchen wir die Grundstücke. Mit dem Verkäufer sind wir uns einig, allerdings ist noch nichts unterschrieben.“

Vorsitzender Feuerbach mahnte: „Der Verwaltungsausschuss muss im März oder April dem Grundstücksverkauf und dem Architektenvertrag zustimmen, damit wir zügig vorankommen.“

von Mira Colic