Menü
Schaumburger Nachrichten | Ihre Zeitung aus Schaumburg
Anmelden
Stadthagen Stadt Kommt „Schaumburg Inklusiv“?
Schaumburg Stadthagen Stadthagen Stadt Kommt „Schaumburg Inklusiv“?
Partner im Redaktionsnetzwerk Deutschland
00:19 08.07.2018
Weniger Barrieren: Die Verantwortlichen von Inklusionsnetz.de  wollen ein neues Projekt zur Barrierefreiheit in Stadthagen starten. Quelle: dpa
Stadthagen

Denn dann könnte bereits die Entscheidung der „Aktion Mensch“ über eine dreijährige Förderung erfolgen. Seit Montag liegt der Antrag mit dem Namen „Schaumburg Inklusiv“ bei der Förderorganisation.

„Wir hoffen, dass unsere Bitte um Förderung in der nächsten Kuratoriumssitzung am 26. Juli beraten wird – damit das Projekt im September nahtlos fortgesetzt werden kann“, sagt Andreas Landmann, Geschäftsführer der Hof Windheim gGmbH, unter deren Dach das Inklusionsnetz.de läuft.

Neuer Name, neuer Schwerpunkt

Der Kampf um die Barrierefreiheit soll nämlich weitergehen – wenn auch unter einem anderen Namen und mit einem neuen Schwerpunkt, aber an gleicher Stelle, dem Büro an der Querstraße, und mit denselben Mitarbeitern. „Wir haben jetzt Strukturen geschaffen und diese Synergien möchten wir weiter nutzen“, sagt Projektleiterin Sunita Schwarz und fügt hinzu: „,Schaumburg Inklusiv‘ wird dazu beitragen, dass im Landkreis insgesamt mehr inklusive Strukturen und Projekte entstehen.“

Ein erfahrendes Team, das aus Menschen mit und ohne Behinderung besteht, soll ein Beratungsangebot für Unternehmen, Institutionen und Vereine, die barrierefrei(er) werden wollen, aufbauen. Die Begleitung inklusiver Projekte, die Ausarbeitung von Konzepten und die Unterstützung bei der Beantragung von Fördermitteln soll Aufgabe der neuen Einrichtung sein.

Damit hat sich der Themenschwerpunkt deutlich geändert. Beim Inklusionsnetz.de ging es in erster Linie darum, Menschen mit Beeinträchtigungen am Arbeitsleben teilhaben zu lassen. Immer noch sollen die Mitarbeiter einen Beitrag zur Öffentlichkeitsarbeit leisten und regelmäßig zu Aktionen und zu Informationsveranstaltungen einladen.

Party auf dem Pflastertrubel

Die Behindertenbeiräte vor Ort und weitere Akteure aus dem Bereich der Selbsthilfe sollen eingebunden werden. „Wir wollen allen Menschen den Zugang und die Beteiligung an Kultur-, Freizeit-, Bildungs-, Wohn-, Arbeits- und Sportangeboten ermöglichen“, so Schwarz, die derweil fleißig am Abschluss des Projekts Inklusionsnetz.de arbeitet.

Denn dieses soll nicht leise von der Bildfläche verschwinden – sondern mit einer großen Party auf dem Pflastertrubel. Dabei soll aber auch das Thema Inklusion nicht zu kurz kommen. Dazu haben Schüler in den vergangenen Wochen die Barrierefreiheit in Stadthagens Innenstadt getestet. Ihre Ergebnisse sollen sie dann präsentieren.

Für die Veranstaltung „Rampensau“ gebe es noch eine Förderlücke von 2000 Euro. „Gerne würden wir für die Teilnehmer T-Shirts bedrucken lassen. Wenn uns also ein Verein oder eine Institution unterstützen möchte, würden wir uns sehr freuen“, sagt Schwarz. Sie ist unter Telefon (0 57 21) 9 39 54 44 erreichbar. col