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Stadthagen Stadt „Kulturnetzwerk Stadthagen“ zieht ein Jahr nach Gründung Bilanz
Schaumburg Stadthagen Stadthagen Stadt „Kulturnetzwerk Stadthagen“ zieht ein Jahr nach Gründung Bilanz
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19:30 10.09.2019
Über den Etat des Museums Amtspforte gibt es eine politische Debatte.  Quelle: lht
Stadthagen

 „Als Lobby für Kultur treten wir dafür ein, für unsere Stadt eine zukunftsfähige Kulturentwicklungsplanung in Gang zu setzen, bevor Entscheidungen getroffen werden, die von finanziellen Erwägungen dominiert werden“, so Oldewage.

Dem Netzwerk gehören 15 Vereine und Einrichtungen aus dem kulturellen Bereich im weiteren Sinne sowie einige kulturinteressierte Bürger an.
Nach Angaben von Oldewage haben seit Gründung des Netzwerkes mehrere öffentliche „Fachgespräche Kultur“ stattgefunden, in denen unter anderem Chancen für die kulturelle Entwicklung kleinerer Städte im ländlichen Raum diskutiert wurden.

Nach Angaben von Netzwerk-Vertreter Klaus Strempel hat die Initiative bislang rund 200 Datensätze gesammelt, die ein breites Feld kultureller Aktivitäten in Stadthagen abbilden. Diese sollen in einer Internet-Präsentation aufgearbeitet werden.

Perspektiven für Kulturstadt erarbeitet

Zudem hat das Netzwerk Perspektiven für die Kulturstadt erarbeitet. „Unterbewertete Schätze sehen wir zum Beispiel in den Bereichen Musik und Tanz“, sagte Strempel. Bedarf zur Weiterentwicklung bestehe aus Sicht des Netzwerkes auch in den Bereichen Kinder-, Jugend- und Mehrgenerationen-Kultur.

Mitglieder des Netzwerkes haben laut Strempel in den vergangenen zwölf Monaten einige Besuche in Städten wie Peine, Hildesheim und Dülmen gemacht, um direkt etwas über dortige modellhafte Prozesse der Kulturentwicklung zu erfahren. „Wir wollen Gäste aus diesen Städten zu Workshops nach Stadthagen einladen, um mehr über modellhafte Wege zu erfahren, Kulturentwicklungen zu fördern, neu zu initiieren und abzusichern“, kündigte Strempel an.

Kleine Exkursionen für Entscheider

Das Netzwerk wolle zudem durch kleine Exkursionen solche Entwicklungen „erlebbar machen für alle, die damit als Entscheider aus Politik, Verwaltung, Wirtschaft und Bürgerschaft in unserer Stadt befasst sind“.

Netzwerk-Vertreterin Ina Colletti kündigte das nächste Kultur-Gespräch an. Es findet am 23. Oktober um 19 Uhr in der Alten Polizei statt. „Aus gegebenem Anlass“ werde es um das Thema „Museumskultur(en) in kleinen Städten in Niedersachsen“ gehen. Referieren werden Hans Lochmann, Geschäftsführer des Museumsverbandes Niedersachsen, und Stefan Meyer, Leiter des Eulenburg-Museums in Rinteln. Wie berichtet gibt es derzeit eine politische Debatte über den Etat des Museums Amtspforte. von Stefan Rothe

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