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Stadthagen Stadt Meeresbiologe: Schüler müssen Natur schützen
Schaumburg Stadthagen Stadthagen Stadt Meeresbiologe: Schüler müssen Natur schützen
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17:15 18.06.2018
Der Fotograf und Naturschützer Robert Marc Lehmann will die Jugendlichen aus Stadthagen für den Schutz des Ökosystems begeistern.
Der Fotograf und Naturschützer Robert Marc Lehmann will die Jugendlichen aus Stadthagen für den Schutz des Ökosystems begeistern. Quelle: pr.
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STADTHAGEN

Der Kieler Meeresbiologe, Forschungstaucher, Fotograf, Filmemacher und Umweltschützer Robert Marc Lehmann, der auf Initiative der Klasse 11b im Rahmen ihres Klimaschutzprojektes eingeladen worden war, nahm die Jugendlichen mit auf seine Reisen durch die ganze Welt. Als aktiver Meeresschützer setzt er sich für den Erhalt der Meeresarten, aber auch vieler Landtierarten ein und macht mit seinen Aufnahmen und Filmen auf Missstände aufmerksam.

Der 35-Jährige, der National Geographic Fotograf des Jahres 2015 war, wollte schon von klein auf Haie und Wale erforschen. Das Tauchen mit Haien, die im Vergleich zu Delfinen eher harmlos seien, beschrieb er den Schülern als faszinierend und einfach schön. Ebenso sprach er begeistert über andere immer seltener werdende Tierarten wie Nashörner, Schildkröten, Schuppentiere, Robben, Spinnen, Wale und Elefanten und erzählte über seine beeindruckenden Begegnungen mit ihnen – aber auch über den zerstörenden Umgang der Menschen mit diesen Tieren. Probleme wie das Überfischen, die Nashornwilderei in Südafrika, der Handel mit Haifischflossen in China und mit vermeintlich gesundheitsfördernden Stoffen aus Schuppen seltener Schuppentiere.

Lehmann ist ein Botschafter der Meere und reist um die ganze Welt, stets auf der Suche nach neuen Abenteuern und Begegnungen mit Tieren und Menschen. Er bereiste dabei mehr als 100 Länder. Der Schutz des größten Ökosystems ist sein wichtigstes Anliegen. „Schaut mal, erzählt das unbedingt weiter, ihr seid die, die noch etwas verändern können.“ Mit diesen Aufforderungen versuchte der Meeresbiologe, seine jungen Zuhörer zum Handeln zu motivieren. Seine Schilderungen machten sehr deutlich, wie bedeutend es grundsätzlich für die Menschheit ist, Tiere in ihrer natürlichen Umgebung zu schützen. „Plastikmüll, überall Plastik in den Meeren und dann Fischsterben, Walsterben, weil Plastik die Mägen der Tiere füllt und sie jämmerlich verenden lässt.“

Anregungen wie „Plogging“ (Joggen und gleichzeitig Müll sammeln), Plastikmüllvermeidung und der Verzicht auf Aquarien- und Zoobesuche brachten die Schüler der IGS Schaumburg einmal mehr zum Nachdenken. r