Menü
Schaumburger Nachrichten | Ihre Zeitung aus Schaumburg
Anmelden
Stadthagen Stadt Stadthagen: Messerstecher auf freiem Fuß
Schaumburg Stadthagen Stadthagen Stadt Stadthagen: Messerstecher auf freiem Fuß
Partner im Redaktionsnetzwerk Deutschland
19:47 13.11.2018
Für die Spurensicherung leuchten Mitglieder der Feuerwehr den Tatort, eine Parzelle im Schrebergarten, aus.  Quelle: rg
Stadthagen

Die Tat hat für Entsetzen in Stadthagen gesorgt: Ein junger Mann sticht eine 17-Jährige nieder und verletzt sie schwer. Doch während die Polizei am Montag noch wegen des Verdachtes eines versuchten Tötungsdeliktes gegen den Heranwachsenden ermittelte, gehen die Beamten nach weiteren Untersuchungen nun von gefährlicher Körperverletzung aus.

Wie Polizeisprecher Axel Bergmann mitteilt, ist ein Streit zwischen den beiden am Montag gegen 15.25 Uhr eskaliert. Die beiden 17-Jährigen befanden sich auf einem Grundstück in der Kleingartenkolonie am Krummen Bach. Dem Vernehmen nach sind sie dort eingestiegen. Als es zu einer Auseinandersetzung kam, eskalierte die Situation. Der junge Mann verletzte die Stadthägerin daraufhin mit einem Messer schwer am Hals.

Verdächtiger wollte dem Mädchen helfen

Als er sich dieses Umstandes bewusst wurde, tat er „umgehend alles Erforderliche, um dem Mädchen zu helfen“, führt Bergmann aus. „Juristisch spricht in diesem Fall vieles gegen den Tatbestand eines versuchten Tötungsdeliktes, sodass nun wegen gefährlicher Körperverletzung ermittelt wird.“

Wie berichtet, lief der Mann, der fälschlicherweise ersten Mitteilungen der Behörden nach 18 Jahre alt gewesen sein soll, daraufhin zur Kreisverwaltung, alarmierte die Polizei und stellte sich.
Die 17-Jährige liegt nach Angaben des Sprechers weiterhin im Krankenhaus. Sowohl der Notarzt als auch der Mediziner dort gaben an, dass ihre Verletzungen zum Tode hätten führen können. Demnach dauere die Behandlung noch an.

Die Feuerwehr Stadthagen unterstützte die Einsatzkräfte bei der Tatortaufnahme Montagabend noch, indem sie die Parzelle ausleuchtete. Der Beschuldigte wurde nach der Entscheidung der Staatsanwaltschaft Bückeburg gestern nach Hause entlassen. Weder Polizei noch Staatsanwaltschaft machen nähere Angaben zu Täter und Opfer. Die Behörden begründen ihre Entscheidung mit dem jugendlichen Alter der Beteiligten. Auf Anfrage teilt Bergmann lediglich mit, dass der 17-Jährige ebenfalls aus der Kreisstadt kommt. Wie die beiden zueinander standen, bleibt unklar.

Von Verena Gehring