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Stadthagen Stadt Nach Anschlag von Neuseeland: Stadthäger Muslime fühlen sich sicher
Schaumburg Stadthagen Stadthagen Stadt Nach Anschlag von Neuseeland: Stadthäger Muslime fühlen sich sicher
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15:12 20.03.2019
Gemeindevorsitzender Mehmet Yabas fühlt sich in seiner Moschee auch wegen der Präsenz der Polizei sicher. Quelle: rg
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Aus Yabas' Sicht seien genug Streifenwagen an deren Moschee an der Enzer Straße präsent. Das sei nicht neu: Denn vor mehr als einem Jahr hätten Unbekannte die Fassade besprüht. Das soll nach Angaben Yabas angeblich durch Anhänger der kurdischen Arbeiterpartei PKK verursacht worden sein. Seitdem sei vermehrt Polizei vor Ort. Aus diesem Grund sehe er trotz des Anschlags von Neuseeland keinen weiteren Handlungsbedarf. „Wir fühlen uns sicher“, stellt der Stadthäger Ditib-Vorsitzende klar. Auch nachts seien häufig Polizeiwagen zu sehen. Generell sei es in letzter Zeit zu keinen Übergriffen auf die Moschee an der Enzer Straße gekommen. „Trotz allem hoffen wir natürlich, dass so etwas Schreckliches wie in Neuseeland nicht in Deutschland passiert.“

Routinefahrten durch Streifendienst

Auch aus Sicht der Stadthäger Polizei besteht derzeit kein Grund, besonders zu handeln. Generell würde die Kommissariatsleitung die individuelle Lage prüfen. So geschehen nach dem Terroranschlag auf den Berliner Breitscheidplatz. Im Anschluss seien Polizisten stark bewaffnet auch auf dem Stadthäger Weihnachtsmarkt unterwegs gewesen.

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Doch diese konkrete Bedrohungslage liege derzeit nicht vor, wie ein Behördensprecher mitteilt. Dennoch würden im Rahmen des Streifendienstes auch die drei Stadthäger Moscheen immer mal wieder abgefahren werden. Diese Prozedere würde sich erst ändern, wenn es einen Erlass von der Direktion oder dem Innenministerium gebe. Doch die liege nicht vor.

Von Verena Gehring