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Stadthagen Stadt Nach Bluttat in Stadthäger Schrebergarten: Ermittlungen dauern an
Schaumburg Stadthagen Stadthagen Stadt Nach Bluttat in Stadthäger Schrebergarten: Ermittlungen dauern an
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14:00 21.01.2019
Die Polizei sichert nach dem Verbrechen auf dem Grundstück in einer Stadthäger Kleingartenkolonie die Spuren.
Die Polizei sichert nach dem Verbrechen auf dem Grundstück in einer Stadthäger Kleingartenkolonie die Spuren. Quelle: archiv
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Stadthagen

Wie Staatsanwalt André Lüth mitteilt, dauert es noch, bis Anklage erhoben wird.

Anfang November war ein Streit zwischen dem Tatverdächtigen und einer gleichaltrigen Jugendlichen eskaliert. Die beiden befanden sich am Nachmittag auf einem Grundstück in der Kleingartenkolonie am Krummen Bach. Dem Vernehmen nach waren sie dort zuvor eingestiegen.

Als es zu einer Auseinandersetzung kam, eskalierte die Situation. Der junge Mann verletzte die Stadthägerin daraufhin mit einem Teppichmesser unter anderem schwer am Hals. Der Heranwachsende ließ von seiner Bekannten ab und alarmierte die Rettungskräfte. Er selbst stellte sich dann der Polizei. Die Stadthägerin wurde schwer verletzt ins Krankenhaus gebracht.

Aufgrund der Schwere der Verletzungen ermittelten die Beamten anfangs wegen des Verdachtes eines versuchten Tötungsdeliktes. Denn zwei Notärzte hatten unabhängig voneinander ausgesagt, dass die Verletzungen auch hätten tödlich enden können. Doch die Staatsanwaltschaft stufte den Vorwurf auf gefährliche Körperverletzung zurück. Der Grund: Der Tatverdächtige habe von seinem Vorhaben abgelassen.

Für Bekannte der 17-Jährigen nicht nachvollziehbar. Ein Nachbar der Familie berichtete von den extremen Verletzungen der jungen Frau, unter anderem am Handgelenk – aufgrund der Abwehrversuche. Auch sei ihr Gesicht durch Schläge malträtiert worden. Ein Schnitt am Hals hätte nach Angaben des Bekannten an anderer Stelle des Areals auch tödlich enden können.

Wann es zum Prozess kommt, ist noch unklar. Der Verteidiger des 17-Jährigen darf noch Stellung nehmen. Dass es allerdings zur Gerichtsverhandlung kommt, steht bei dem Vorwurf der gefährlichen Körperverletzung außer Frage.