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Stadthagen Stadt Neuer Aufzug für Stadthäger Rathaus kostet 80.000 Euro
Schaumburg Stadthagen Stadthagen Stadt Neuer Aufzug für Stadthäger Rathaus kostet 80.000 Euro
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17:43 27.05.2019
Seit Ende April ist der Fahrstuhl im Stadthäger Rathaus
Seit Ende April ist der Fahrstuhl im Stadthäger Rathaus Quelle: Archiv
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Stadthagen

Wie berichtet, hatte die Stadt Ende April den Aufzug für gesperrt. Nur in Ausnahmefällen und beaufsichtigt durch einen Mitarbeiter dürfen gehbehinderte Menschen diesen noch nutzen. Nach 36 Jahren Betriebszeit war ein Fehler in der Steuerung aufgetreten – zuletzt täglich –, der zum Stillstand der Aufzugsanlage geführt hat. Wie Stadtsprecherin Bettina Burger damals mitgeteilt hatte, könne die veraltete Steuerungstechnik nicht repariert werden.

Zudem entspreche die bisherige Anlage auch nicht mehr den ab 2020 geltenden Vorschriften für ein Notrufsystem. Dieses sieht dann eine direkte Verbindung zur Notrufzentrale vor.

„Für den Einbau einer neuen Aufzugsanlage wurden drei Angebote für die sogenannte freihändige Vergabe eingeholt“, erklärt Burger. Den Zuschlag bekommen hat die Firma Otis, die auch das günstigste Angebot abgegeben hat – der jetzige Aufzug ist ebenfalls von Otis.

Der Einbau der Anlage dauert nach Angaben der Stadt mit der Lieferzeit, der Demontage der alten Anlage, Einbau der neuen Anlage und der TÜV-Abnahme insgesamt drei Monate. Sparen werde die Stadt künftig bei den Wartungskosten: Diese sollen um circa 47 Prozent sinken. Die Verwaltung hebt auch weitere Vorteile heraus, die mit der Neuanschaffung verbunden sind.

Breitere Fahrstuhltüren und Türüberwachung

Der neue Aufzug soll doppelt so schnell sein und im Vergleich zum alten Modell 26 Prozent weniger Energie verbrauchen. Außerdem verfügt die Anlage über ein Notrufsystem mit Monitor, das eine mobilfunkgesteuerte Bild- und Sprachverbindung zur Notrufzentrale hat. Der Monitor könne zudem für Hinweise zu Sitzungen und Raumangaben im Rathaus genutzt werden.

Durch eine um zehn Zentimeter breitere Fahrstuhltür (dann 90 Zentimeter) sei die Kabine auch für Rollstuhlfahrer und Besucher mit Kinderwagen komfortabler nutzbar. Eine Türüberwachung mit einem Infrarot-Lichtvorhang soll beim Ein-und Aussteigen vor Quetschgefahren schützen. Eine automatische Notbefreiung bei Stromausfall wird durch eine batteriegesteuerte Stromversorgung über ein netzunabhängiges Notbefreiungssystem möglich.

Der Fahrstuhl kostet rund 66 000 Euro. Für den Betrieb des Aufzuges sind als zusätzliche Kosten noch weitere Haushaltsmittel für Elektroarbeiten und die TÜV-Abnahme erforderlich – etwa 10 000 Euro. Die Haushaltsmittel werden in Form einer Rückstellung aus dem Haushaltsjahr 2018 bereit gestellt. col