Menü
Schaumburger Nachrichten | Ihre Zeitung aus Schaumburg
Anmelden
Stadthagen Stadt Neues Hospiz soll zügig entstehen
Schaumburg Stadthagen Stadthagen Stadt Neues Hospiz soll zügig entstehen
Partner im Redaktionsnetzwerk Deutschland
19:24 20.06.2019
Karl-Hinrich Manzke (von rechts), Jens Hauschild, Andreas Przypanski und Martin Runnebaum am geplanten Hospiz-Standort. Quelle: ssr
Anzeige
Stadthagen

Ein großer Teil des Parks soll trotz der geplanten Gebäudefläche von rund 1000 Quadratmetern ganz bewusst erhalten bleiben, hebt Hausschild hervor: „Es ist eine zauberhafte Umgebung, in die wir das Hospiz einfügen wollen.“ Auch die Wege sollen für die Öffentlichkeit zugänglich bleiben.

Das 3200 Quadratmeter große Grundstück gehört der St.-Martini-Kirchengemeinde, die es der Stiftung laut Beschluss des Kirchenvorstands per Erbpacht zur Verfügung stellt. „Die Stimmung bei uns für dieses Projekt ist sehr positiv, das passt in unser Format, das wir als Kirchengemeinde darstellen wollen“, sagt Oberprediger Martin Runnebaum.

Anzeige

Stiftung muss rund zwei Millionen Euro aufwenden

Für das Gebäude müssen nach Angaben von Hausschild rund 2,5 Millionen Euro aufgebracht werden. Die Schaumburg-Lippische Landeskirche unterstützt die Investition mit 450.000 Euro, wie Landesbischof Karl-Hinrich Manzke mitteilt: „Wir sind froh, dass das Bemühen vielfältiger Initiatoren jetzt zum Ziel führt.“ Die Stiftung selber muss also rund zwei Millionen Euro aufwenden.

Nach den Worten von Hauschild habe sich die Stadt „sehr positiv geäußert und wird die Stiftung bei der weiteren Planung unterstützen“. Dazu würden jetzt konkrete Gespräche aufgenommen. Damit in dem Park ein Hospiz errichtet werden kann, muss der Bebauungsplan geändert werden. Die Verantwortlichen der Stiftung gehen davon aus, dass das Baurecht im Laufe des nächsten Jahres hergestellt sein wird.

Wann mit einer Eröffnung des Hospizes zu rechnen ist, darauf wollte sich Hauschild nicht festlegen. Im kommenden Frühherbst soll aber schon die erste Rahmenplanung vorgestellt werden. Für die Konstruktion soll ganz gezielt ein Architekt ausgesucht werden, der Erfahrung mit dem Bau von Hospizen hat.

Erweiterung ohne Anbau

Betrieben wird die Einrichtung von der Awo-Gesundheitsdienste Betreuung gGmbH, die bereits Hospize in Bad Münder und Hann. Münden in ihrer Verantwortung hat. Nach Angaben von Geschäftsführer Andreas Przykopanski wird das Haus auf acht Gäste ausgerichtet sein. Sollte sich ein größerer Bedarf herausstellen, soll es später ohne weiteren Anbau auf zehn Plätze erweitert werden können.

Wie Przykopanski weiter ausführt, werden „20 bis 30 hauptamtliche Mitarbeiter eingestellt“. Dazu zählen neben qualifizierten Pflegekräften auch Sozialpädagogen, Hauswirtschaftskräfte („Wir kochen selbst“) und ein Hausmeister. Darüber hinaus würden etwa 25 ehrenamtliche Kräfte gesucht, die die Abläufe in der Einrichtung durch vielfältige Hilfeleistungen unterstützen.

Von Stefan Rothe