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Stadthagen Stadt Politik unterstützt "Start Stadthagen"
Schaumburg Stadthagen Stadthagen Stadt Politik unterstützt "Start Stadthagen"
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00:19 20.09.2018
Ihre Initiative kommt gut an: SMS-Vorsitzender Günter Raabe (von links), Wirtschaftsförderer Lars Masurek und Bürgermeister Oliver Theiß bei der Präsentation von "Start Stadthagen". Quelle: col
Stadthagen

Bei dem Bemühen von Verwaltung und Politik, den Wegfall von Arbeitsplätzen zu kompensieren, der durch den Wegzug von Faurecia bevorsteht, spielen auch Existenzgründungen eine Rolle.

Als ein Baustein dafür ist der jüngst vom Stadtmarketingverein (SMS) und der städtischen Wirtschaftsförderung ins Leben gerufene Gründerwettbewerb „Start Stadthagen“. Dieser ist jetzt in der Politik auf eine positive Resonanz gestoßen.

Förderung für inhabergeführte Geschäfte

„Wir begrüßen dieses unterstützenswerte Projekt sehr“, äußerte sich im Ratsausschuss für Wirtschaft, Tourismus und Stadtmarketing etwa Bernd Englich (CDU): „Hier wird ein neuer Weg beschritten, der sehr erfolgversprechend ist.“

Mit dem Zusammenwirken zahlreicher Unterstützer für den Gründerwettbewerb sei „in der Stadt eine Vernetzung gelungen, die zeitgeschichtlich einmalig ist“, setzte Englich hinzu. Besonders gut an dem Ansatz sei, „dass hier inhabergeführte Geschäfte die Chance auf Förderung haben“, so Englich.

„Die Idee dieses Wettbewerbes finde ich klasse“, stimmte Gundi Donjes (WIR) zu: „Das könnte durchaus zu Innovationen für unsere Geschäftswelt führen.“ Der Ansatz sei auch dafür geeignet, der Leerstands-Problematik in der Innenstadt etwas entgegenzusetzen, sagte Donjes.

Sie formulierte freilich die Besorgnis, dass Teilnehmer „mit einer Idee das Preisgeld abgreifen könnten und dann gleich wieder verschwunden sind“.

SMS will Hürde nicht zu hoch legen

Dem setzte SMS-Vorsitzender Günter Raabe entgegen, eine der Voraussetzungen für eine Wettbewerbsteilnahme sei, dass die Umsetzung des Projekts für mindestes ein Jahr zugesichert werde. „Höher sollte man die Hürde allerdings auch nicht legen“, fügte er hinzu, „eine längere Frist würde den Anreiz zur Teilnahme wohl zu sehr schmälern.“

Jan-Philipp Beck, Sprecher der Ampel-Ratsmehrheit, sagte auf Anfrage: „Wir stehen dem Wettbewerbs sehr offen gegenüber und erhoffen uns innovative Impulse und viele neue Ideen besonders für die Innenstadt.“

„Hier wurde ein gutes Projekt auf den Weg gebracht“, lobte auch Norbert Kunze (FDP). Er erkundigte sich, ob die Teilnehmer auch schon während des Bewerbungsprozesses kostenlose Beratung bekommen würden. Das bejahte Wirtschaftsförderer Lars Masurek.

Preise im Wert von 60.000 Euro

Beim Gründerwettbewerb „Start Stadthagen“ werden Geschäftsideen aus den Bereichen Einzelhandel, Dienstleistungen, Gastronomie und Handwerk gesucht und prämiert. Teilnehmen darf auch, wer seit Beginn des Jahres bereits eine Neugründung betreibt.

Die drei besten Konzepte werden von einer Jury ausgewählt. Preise im Wert von insgesamt 60.000 Euro stehen zu Verfügung. Auch die Schaumburger Nachrichten beteiligen sich mit einem größeren Werbebudget.

von Stefan Rothe