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Stadthagen Stadt PreZero: Waren Dacharbeiten schuld am Großbrand am Georgschacht?
Schaumburg Stadthagen Stadthagen Stadt PreZero: Waren Dacharbeiten schuld am Großbrand am Georgschacht?
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20:01 25.10.2019
Die Lagerhallen auf dem Georgschacht-Gelände in Stadthagen sind bei dem Feuer komplett ausgebrannt. Sie gehören der Entsorgungsfirma PreZero. Quelle: Sebastian Wilk
Stadthagen

Am Freitagmorgen sind erneut die Feuerwehren aus Lindhorst, Vornhagen und Lüdersfeld zum Georgschacht ausgerückt, weil an einigen Stellen in den ausgebrannten Lagerhallen Flammen aufgelodert waren. „Der Einsatz zieht sich hin“, sagt Stadtfeuerwehrsprecher Sönke Fischer, „Müll ist einfach unberechenbar.“

Vor Ort war am Freitag auch die Polizei, die ihre Ermittlungen zur Brandursache aufgenommen hat.

Polizei schließt vorsätzliche Brandstiftung aus

Diese gestalten sich laut Polizeisprecher Axel Bergmann schwierig, weil der Hallenkomplex nicht betreten werden kann. Dafür sei bereits mit Zeugen gesprochen worden. „Wir gehen zurzeit nicht davon aus, dass das Feuer vorsätzlich gelegt worden ist“, sagt Bergmann.

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Derweil seien sowohl ein technischer Defekt, fahrlässige Brandstiftung sowie menschliches Versagen möglich. Nach Informationen dieser Zeitung soll es am Mittwoch, dem Tag, als das Feuer ausbrach, Dacharbeiten gegeben haben. Zu der Frage, ob ein möglicher Zusammenhang zum Brandausbruch besteht, möchte Bergmann sich nicht äußern.

Verwaltung, Wohnhäuser und Kohlenkirche unversehrt

Am Donnerstagabend waren die letzten Einsatzkräfte abgerückt, das Feuer schien – nachdem die Hallen mit Schaum geflutet worden waren – gelöscht. Zu diesem Zeitpunkt waren die Ehrenamtlichen bereits 24 Stunden im Einsatz. Am Mittwoch gegen 18.30 Uhr war das Feuer ausgebrochen, das vier Hallen des Entsorgungsunternehmens PreZero zerstört hat.

Galerie: So sieht es nach dem Feuer auf dem Gelände aus

Nach dem Großbrand beim Entsorgungsunternehmen PreZero laufen die Aufräumarbeiten auf deren Gelände am Georgschacht Stadthagen. Unsere Galerie zeigt, wie sehr das Feuer seine Spuren an den Lagerhallen hinterlassen hat.

Ein Ausbreiten des Feuers haben die Einsatzkräfte verhindern können. Auf dem Gelände von PreZero befindet sich auch noch ein Verwaltungsgebäude. Die nächsten Wohnhäuser stehen etwa 100 Meter entfernt und seien vom Feuer nicht gefährdet gewesen, ebenso wenig wie die Kohlenkirche.

Einsatz ist frühestens am Samstag beendet

Am Freitag hat die Umweltschutzeinheit erneut Messungen durchgeführt, das sei laut Fischer bei einem Brand in einem Industriegebäude üblich. Auch weitere Kameraden waren am Freitag noch am Georgschacht, die einzelnen Ortswehren wechselten sich ab.

Fischer rechnete damit, dass frühestens am Samstag alle abziehen könnten. von Mira Colic

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