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Stadthagen Stadt Regenrückhaltebecken in Lauenhagen droht zu bersten
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17:28 24.02.2020
Hand in Hand: Kräfte von Feuerwehr und THW blockieren den Zulauf zum Becken mit Sandsäcken. Quelle: Vera Skamira
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Lauenhagen/Stadthagen

Es entwickelte sich ein starker Rückstau; der Wasserpegel stieg. 65 Einsatzkräfte von Feuerwehr und THW verhinderten, dass der nördliche Damm des Beckens unterspült wurde und das Wasser den Hof flutete.

An der östlichen Seite des Rückhaltebeckens fließt die Hülse vorbei aus Richtung Süden vom Bückeberg kommend. Führt der Bach zuviel Wasser, ergießt sich dieses planmäßig in das Becken. Über einen Ablauf im Norden und einen weiteren Bachlauf gelangt das Wasser schließlich wieder in die Hülse.

Die Hülse kann die Wassermassen nicht mehr halten. Das Regenrückhaltebecken droht überzutreten.

Am Sonntag stieg das Wasser aufgrund der Regenmengen im Becken jedoch bedrohlich. Und mehr als 48 Stunden hielten die aufgeschütteten Wälle, die 12 000 Kubikmeter Raum umfassen, einem gefüllten Becken nicht stand, erläutert Gregor Zimmermann, stellvertretender Ortsbrandmeister der Feuerwehr Nordsehl-Lauenhagen.

Der Stadthäger Baubetriebshof hatte gegen 14 Uhr die Feuerwehr um Hilfe gebeten. Die Wehren aus Nordsehl-Lauenhagen und Hülshagen rückten an. Gegen 18 Uhr wurde die Pollhäger Wehr nachalarmiert, um mehr Hilfskräfte und Pumpenleistung zu bekommen. Außerdem habe man das Technische Hilfswerk zurate gezogen, so Zimmermann. Vom Rintelner THW rückten Spezialisten in Sachen Deichsicherheit an, aus Wunstorf kam eine besonders leistungsstarke Pumpe.

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Das Stadthäger THW lieferte weitere Pumpen, Helfer sowie 600 Sandsäcke, die über einer Menschenkette zwischen Bach und Becken verteilt wurden. So konnte ein weiteres Zulaufen in den Teich gestoppt werden.

Zwölf Stunden – bis 2 Uhr nachts – waren insgesamt 65 Feuerwehrleute und THW-Mitglieder im Einsatz – bis sie den Wasserpegel im Rückhaltebecken schließlich um 80 Zentimeter senken konnten. Alle Pumpen zusammen brachten pro Minute 14 000 Liter Wasser aus dem Teich.

Aus Sicht des THW, das der Feuerwehr zugearbeitet hat, habe die Zusammenarbeit prima geklappt, so die THW-Beauftragte für Öffentlichkeitsarbeit, Renate Fauth. Das bestätigte auch Zimmermann.

Stadtsprecherin Bettina Burger dankte beiden Organisationen für deren kräftezehrenden Einsatz. Die Regenrückhaltebecken im Stadtgebiet würden von Mitarbeitern des Baubetriebshofes regelmäßig kontrolliert. In diesem Fall könnte aufgrund des starken Windes ins Wasser gelangte Äste als Treibholz den Abfluss verstopft haben. Diesen befreiten die Einsatzkräfte mit einem Reißhaken wieder, nachdem sich der Pegel etwas reguliert hatte. von Vera Skamira