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Stadthagen Stadt Risiken erkennen und den Geschmack hinten anstellen
Schaumburg Stadthagen Stadthagen Stadt Risiken erkennen und den Geschmack hinten anstellen
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21:47 28.09.2011
Im Internet lauern Gefahren für Kinder und Juegndliche. Quelle: dpa

Stadthagen (par). „An welchen Stellen sind es lediglich Geschmacksfragen, an welchen sind es Gefahren, vor denen Sie warnen sollten?“, fragte der 34-Jährige und wies darauf hin, dass die heutige Elterngeneration die erste ist, die ihren Kindern das Medium Internet vermitteln soll, sie selbst aber auf keinerlei entsprechende erzieherische Referenzen ihrer eigenen Eltern zurückgreifen kann. Damit sei sie eine Art Pionier.

Er stellte die Begriffe Identitätsbildung, Aufmerksamkeit und Orientierung in den Fokus des Interesses, um die es im Internet in vielerlei Hinsicht gehe. Er wies darauf hin, dass es falsch sei, Kindern die „Abenteuer in der Realität“ zu verbieten, da sie diese in der virtuellen Welt nachholen würden. „In der Klasse meiner Tochter laufen die Schüler mit Glühbirnen in den Laternen durch die Straßen“, erklärte Becker und bemängelte, dass ihnen echte Kerzen nicht zugetraut würden – eine besorgniserregende Tendenz seiner Ansicht nach.

Im vergangenen Jahr hat der Verein Smiley 650 Schulklassen besucht und Kindern und Jugendlichen den Umgang mit der virtuellen Welt erklärt. Dass es unklug sei, sich in einem öffentlichen Chat „Susi98“ zu nennen, da dieser Name sowohl das Geschlecht als auch das wahrscheinliche Geburtsjahr verrate, war nur einer der Ratschläge, die er sowohl Schülern als auch deren Eltern mit auf den Weg gab.

Auch das Thema „Cyber-Mobbing“ stellte er Mittwochabend in der Aula in den Fokus. „Sie müssen verständnisvoll sein und ihrem Kind erklären, dass es häufig nur zufällig Opfer einer derartigen Attacke geworden ist“, sagte er. Gezieltes Mobbing durch Mitschüler im Internet sei hingegen ein anderes Problem. Auch hier engagiert sich der Verein und besucht Schulklassen im gesamten Bundesgebiet.