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Stadthagen Stadt Rückschlag für den Hochwasserschutz
Schaumburg Stadthagen Stadthagen Stadt Rückschlag für den Hochwasserschutz
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14:53 27.01.2019
Der Krumme Bach wird bei Starkregen zum Ärgernis. Quelle: rg
Stadthagen

Die Stadt braucht Ackerfläche für ihre Pläne, mit dem letzten von drei Eigentümern hatte man sich vergangene Woche einig werden wollen. Doch daraus wurde nichts.

Der landwirtschaftliche Betrieb habe Angst vor Verlusten. Zum einen sei ihm der angedachte Boden zu wertvoll, erklärt Theiß. Zum anderen fürchte er im Falle einer Überflutung versteckte Schäden, die sich erst später bemerkbar machen. Für den Theiß zufolge unwahrscheinlichen Fall, dass die Fläche geflutet werden muss, würde die Stadt eine Entschädigung zahlen.

Grundstückseigentümer bietet Alternative an

Ein Lichtblick: Der verkaufsunwillige Grundstückseigentümer hat im Gespräch mit der Stadt gleich alternative Flächen angeboten. Nun allerdings muss die Verwaltung erst prüfen, ob die beiden infrage stehenden Hochwasserschutzkonzepte sich mit diesen genauso realisieren lassen wie mit dem ursprünglich angedachten Acker.

Theiß will der Politik die neueste Entwicklung am 6. Februar im Verwaltungsausschuss mitteilen. Ob die Prüfung bis dahin abgeschlossen ist, darauf wollte sich der Bürgermeister im Gespräch mit dieser Zeitung noch nicht festlegen. Sollten sich die Konzepte vor dem geänderten Hintergrund weiterhin umsetzen lassen, kann es im Grunde weitergehen wie bisher. Wenn nicht, wird es schwierig.

Zwei Möglichkeiten stehen im Raum

Nach wie vor konkurrieren zwei Möglichkeiten des Hochwasserschutzes. Die eine, 1,8 Millionen Euro teure und von der Verwaltung favorisierte Option, sieht zwei Ablaufbecken vor. Die andere ist 200.000 Euro teurer, stammt von der Lokalen Agenda 21 und enthält einen Wall entlang der Enzer Straße.

Die infrage stehenden Flächen liegen entlang der Enzer Straße. Immer wieder ist in den vergangenen Jahrzehnten bei länger anhaltendem, starken Regen der Krumme Bach übergelaufen. Konsequenz sind vollgelaufene Keller, Gebäudeschäden und, für Hausbesitzer besonders ärgerlich, in der Folge sinkende Grundstückspreise.

Von Jan-Christoph Prüfer