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Stadthagen Stadt SPD/FDP: Keine Welle mehr machen
Schaumburg Stadthagen Stadthagen Stadt SPD/FDP: Keine Welle mehr machen
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17:03 04.02.2011
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Stadthagen (ssr). Maßgeblich für die Entscheidung seien vor allem die Instandsetzungskosten, die erforderlich wären, um das in die Jahre gekommene Wellenfreibad überhaupt wieder mit sicherem Betrieb öffnen zu können, schreibt Becker. Laut Geschäftsführung der Wirtschaftsbetriebe müssten für die Reparatur von Fliesenschäden und Instandsetzungsarbeiten an der Wassertechnik allein in diesem Jahr 60.000 Euro aufgewandt werden.
Diese Investitionen in die alte Badtechnik sind vor dem Hintergrund des erforderlichen Neubaus des Freibades nach Beckers Worten nicht zu rechtfertigen. „Jeder Euro, den wir jetzt in das abgängige alte Wellenbad stecken, hängt in wenigen Jahren an der Abrissbirne“, so Becker.

Darüber hinaus kämen die jährlichen Defizite aus den Betriebskosten in Höhe von 190.000 Euro hinzu. Zusammen mit den auch für die kommenden Jahre zu erwartenden Instandsetzungen ergäbe sich für den Weiterbetrieb des Freibades für die nächsten drei Jahre ein Zuschussbedarf von 750.000 Euro. Dieser Betrag stelle bereits die Hälfte der für ein neues Außenbad benötigten Investitionsmittel von 1,5 Millionen Euro dar. Denn spätestens 2014 soll nach dem Willen von SPD und FDP ein neues, deutlich wirtschaftlicher zu betreibendes Außenbecken errichtet werden.
Der Aufsichtsratschef der Wirtschaftsbetriebe, Jürgen Wehling (SPD), wies darauf hin, der Rat habe bereits vor einem Jahr eine Million Euro für ein neues Außenbecken bereitgestellt. Berechnungen ergäben, dass ein auf die „Tropicana“-Strukturen abgestimmtes Außenbecken, das den Erfordernissen von Familien und Schwimm-Vereinen deutlich besser entspreche, einen wirtschaftlicheren Betrieb ermögliche. Wegen der Finanzausfälle seien diese Mittel jedoch zunächst zur Begrenzung des Haushaltsdefizits eingesetzt worden.

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Mit dem ganzjährig geöffneten Hallenbad „Tropicana“ mit Cabrio-Dach stehe bis zum Freibad-Neubau eine dem „typisch norddeutschen, wechselhaften Wetter angemessene Alternative zur Verfügung“, tröstet Becker.
Um die Attraktivität in der Übergangszeit zu verbessern (siehe Kasten), soll das Außengelände gestalterisch aufgewertet und mit weiteren Spiel- und Sportmöglichkeiten wie Beachvolleyball-Feldern ausgestattet werden.
Hintergrund für die mehrjährige Schließung des Außenbeckens sei die prekäre finanzielle Lage der Stadt: Die erdrutschartigen Einnahmeverluste von allein sieben Millionen Euro bei der Gewerbesteuer und ein weiteres Minus bei den Landeszuweisungen führen im Etat 2011 zu einem Defizit von 5,1 Millionen Euro.

Flatrate im Sommer

Die Eintrittspreise für das „Tropicana“ sollen nach dem Plan der SPD/ FDP beim Sommerangebot deutlich abgesenkt werden. Bei dieser „Flatrate“-Lösung sollen Kinder und Jugendliche zu einem vergünstigten Tarif von 2,30 Euro das Bad zeitlich unbegrenzt besuchen dürfen.

Darüber hinaus sieht das SPD/FDP-Konzept eine zusätzliche kinder- und familienfreundliche Komponente vor. Laut Vize-Bürgermeisterin Merve Neumann-Tietzer (SPD) sollen Stadthäger Kinder und Jugendliche für zehn Euro ein Bündel mit zehn „Tropicana“-Eintrittskarten erhalten, mit denen das Bad von Montag bis Freitag zeitlich unbegrenzt besucht werden kann. Diese Eintrittskarten soll es bei der Ferienspaßaktion geben. Wenn ein Kind mit einem solchen Tickett von einem Erwachsenen begleitet wird, soll dessen Eintrittspreis lediglich drei Euro betragen.

Darüber hinaus soll der Preis für die bisherigen Familienkarten beim Sommerangebot auf 15 Euro reduziert werden. Während der Sommerferien soll dieses Angebot während der ganzen Woche gelten, außerhalb der Ferienzeit von Montag bis Freitag.