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Stadthagen Stadt Lusthaus-Café bringt einen Hauch Großstadt nach Stadthagen
Schaumburg Stadthagen Stadthagen Stadt Lusthaus-Café bringt einen Hauch Großstadt nach Stadthagen
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00:19 31.12.2018
Das Lusthaus ist von einer Baustelle zum Café geworden. Einige Feinheiten will Betreiber Toni Ahn-Bosch aber noch ändern. Quelle: rg
Stadthagen

Wer in diesen Tagen das Lusthaus im Stadthäger Schlossgarten betritt, dem kommt bereits beim Durchschreiten der wuchtigen Eingangstür der Duft von gemahlenem Kaffee und frisch gebackenem Kuchen entgegen. 

Zwischen bunt zusammengewürfelten Holzmöbeln, Amaryllispflanzen und mit Dutzenden Kissen ausgepolsterten Sitzecken tummeln sich seit gestern die ersten Gäste des Cafés, das das barocke Bauwerk im Herzen Stadthagens nach Jahren der Restaurierung und des Stillstandes wieder mit Leben füllen soll.

Das steckt hinter dem Testlauf für das Café

Viele der Besucher haben seit Monaten auf diesen Tag gewartet. Denn eigentlich sollte das Café bereits im Frühjahr dieses Jahres seine Türen öffnen. Daraus wurde aufgrund von Verzögerungen bei der Restaurierung des Gebäudes irgendwann Sommer, dann Herbst, später Winter. Inzwischen ist der offizielle Eröffnungstermin auf Frühjahr 2019 verschoben worden. „Aber es ist Licht am Ende des Tunnels zu sehen“, berichtet Café-Betreiber Toni Ahn-Bosch. Auch der Stadt zuliebe sei es ihm ein Anliegen gewesen, zumindest das Datum 2018 einzuhalten.

Das ist ihm gelungen. Seit gestern läuft ein dreitägiger Testlauf, bei dem sich das neue Café den Stadthägern präsentieren und zeigen will, dass sich die lange Wartezeit gelohnt hat. Aber auch für Ahn-Bosch und sein Team vom Restaurant Amtspforte sind die drei Tage eine gute Gelegenheit, sich auf die eigentliche Eröffnung im Frühjahr 2019 vorzubereiten.

Zwischen Mitte Januar und Anfang Februar soll es soweit sein, ein genauer Eröffnungstermin steht aber noch nicht fest. „Am Ende muss es einfach passen und so perfekt wie möglich sein“, erklärt Ahn-Bosch. Denn obwohl das Lusthaus-Café schon jetzt einen stimmigen Eindruck macht mit seiner wagenradgroßen Deckenlampe und der üppigen Kuchenauswahl, ein Hauch von Großstadt, eine Prise Ikea-Katalog, gibt es noch einiges zu tun, bis Anfang 2019 die Eröffnung folgen kann.

Bis zur Eröffnung im Frühjahr ist noch viel zu erledigen

Die größte Baustelle, auch wenn sie für Besucher nicht wie eine solche aussieht, ist für Ahn-Bosch die Theke. Bisher noch notdürftig zusammengezimmert, soll sie schon bald ersetzt werden. Auch beim Mobiliar will Ahn-Bosch noch nachrüsten. Bisher ist dieses zu großen Teilen ausgeliehen. Vor allem Einrichtungsexpertin Michaela Strebost habe ihn dabei mit Accessoires unterstützt, erklärt Ahn-Bosch. Großartig umgewöhnen müssen sich die Besucher mit Blick auf die Innenausstattung allerdings nicht.

Das Café soll modern sein, aber gleichzeitig zur historischen Kulisse des Lusthauses passen. „Wir wollen etwas Großstadtflair nach Stadthagen holen, aber gleichzeitig den Bogen nicht überspannen“, erklärt er. Wenn am Ende Großeltern und ihre Enkel gemeinsam gerne vorbeikämen, hätte er alles erreicht. Denn so ein Café gäbe es bisher in Stadthagen nicht.

Probelauf: Lusthaus auch am Samstag und Sonntag geöffnet

Ab der offiziellen Eröffnung soll das Café sieben Tage die Woche von 8.30 bis 21.30 Uhr geöffnet sein. Morgens gibt es Frühstück, anschließend Kaffee und Kuchen und abends ein Angebot, dass sich zwischen Quiches und Suppen bewegt. An Samstagen soll das Café für Festivitäten gebucht werden können. Sonntags ist dann wieder regulärer Café-Betrieb.

Heute und morgen hat das Lusthaus probehalber noch einmal ab 8.30 Uhr geöffnet. Das Frühstücksbuffet, das bis 11.30 Uhr geht, ist jedoch für beide Tage bereits ausgebucht.

von Lennart Hecht

Amtspforten-Bier soll „nicht eingestampft“ werden

Ein bisschen still ist es geworden um Toni Ahn-Boschs Herzensprojekt, das AmtspfortenBier. Nach dem Niedergang der Schaumburger Privat-Brauerei hatte der Stadthäger sich angeschickt, den Schaumburgern und insbesondere den Stadthägern wieder ein „eigenes“ Pils auf die Theke zu stellen.

Aktuell hat das Lusthaus Priorität

Das funktioniert auch, ist allerdings nach wie vor eher ein zeitaufwendiges Hobby. „Auf Sparflamme“ köchelt das Unternehmen derzeit, sagt Ahn-Bosch, da genießt das Lusthaus klar Vorrang, vom Hotelbetrieb am Kreisel ganz zu schweigen. Weil Ahn-Bosch selbst im Eigenbräu aber mehr als ein Hobby sieht, ist aufgeben nicht drin: „Ich kann das nicht im Raum stehen lassen und ich will das auch nicht einstampfen“, sagt der Gastronom.

Weitergehen soll es auf jeden Fall. Ahn-Boschs Überlegungen derzeit beinhalten die erneute Zusammenarbeit mit einem Braumeister und die Investition in eine halbautomatische Abfüllanlage. jcp