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Stadthagen Stadt Sieben Ideen: Das könnte man aus dem Tropicana-Gelände machen
Schaumburg Stadthagen Stadthagen Stadt Sieben Ideen: Das könnte man aus dem Tropicana-Gelände machen
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16:17 13.08.2019
Um dieses Areal geht's: Das Gelände, auf dem früher eine Eisbahn lockte (ganz rechts), und die Wiese hinter dem ehemaligen Wellenfreibad (ganz links), werden seit fast zehn Jahren nicht mehr genutzt. Quelle: Archiv
Stadthagen

Eine Reihe von konkreten Vorschlägen für die Entwicklung des Tropicana-Außengeländes hat der Stadthäger SPD-Ortsverein vorgelegt.

Grundlage dafür sind Anregungen, die die Sozialdemokraten von Bürgern per Umfrage in sozialen Medien und an Info-Ständen eingesammelt haben. Die SPD hat die Ideen in sieben Entwicklungsmöglichkeiten zusammengefasst.

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Ideen reichen von Bürgerpark bis Naturerlebnispfad

Eine Variante ist demnach die Entwicklung zu einem öffentlichen Bürgerpark. Als Gestaltungsmöglichkeiten dafür werden unter anderem genannt: Kinderspielplatz, Grillplatz, Schaffung von windgeschützten Arealen mit überdachten Sitzplätzen, Picknickplätze, Wasserspiele für Kinder und öffentliche Liegewiese.

Als zweite Variante schlägt die SPD die Schaffung eines naturnahen Geländes vor. Stichworte dafür sind eine gepflegte Umgebung, ein öffentlicher Gemüsegarten, ein Naturerlebnispfad, eine Hundeauslauffläche und ein Areal für Insektenschutz.

Auch eine Campingfläche oder Sportgeräte sind denkbar

Eine dritte Spielart sehen die Sozialdemokraten in der Entwicklung einer Fläche für Camper. Vierte Möglichkeit sei die Nutzung des früheren Wellenbeckens für kulturelle Zwecke, etwa als Sommerkino, als Fläche für öffentliche Diskussionen, als kleine Theater-Arena oder als Event-Platz.

Die fünfte Variante ist die Herrichtung des Areals als Sportfläche. Einige der Stichworte dazu: Boulebahn, Badmintonfelder, Sandfläche für Ballspiele, Volleyballplatz, Minigolf, Turngeräte, seniorengerechter Fitnesspark und Wassertretbecken.

Darum will die SPD keine der Varianten bevorzugen

Eine sechste Option wäre laut SPD-Ortsverein die Errichtung einer gastronomischen Einrichtung, etwa eines Biergartens, einer Eisdiele, einer Bar oder eines Beach-Clubs. Unter der siebten Variante werden weitere Freitzeitmöglichkeiten genannt wie eine Bastelwerkstatt oder Räume für die Stadtjugendpflege.

„Wir haben den Bürgermeister gebeten, die Ergebnisse unseres Beteiligungsprozesses in die zuständigen Ratsausschüsse einzubringen“, teilt der Ortsvereinsvorsitzende Jan-Philipp Beck dazu mit und erläutert weiter: „Wir haben bewusst auf eine Festlegung auf eine der vorgeschlagenen Varianten verzichtet, da wir einen Konsens mit allen im Rat vertretenen Parteien sowie mit dem Bürgermeister anstreben.“

Kein Vorschlag der Bürger soll unter den Tisch fallen

Eine Gefahr, dass die politische Debatte durch die Vielzahl an Varianten zerfasern könnte, sieht Beck nicht. „Wir wollten keinen der Bürgervorschläge von vorne herein unter den Tisch fallen lassen und möglichst alle Anliegen zur Darstellung bringen“, begründet er den Ansatz.

„Natürlich muss das noch zugespitzt werden“, räumt er ein. Er sei aber überzeugt, dass das auch passiert und „eine schnelle politische Lösung gefunden wird“.

Wunsch nach Außenbecken: Areal soll freigehalten werden

Wie Ortsvereins-Vize Michael Lenz betont, sei es der SPD wichtig, dass die an die Dünenlandschaft des Tropicana angrenzende Fläche von den genannten Überlegungen ausgeschlossen bleibt. Diese solle als Areal für ein späteres Außenbecken reserviert bleiben. Der Wunsch nach einem solchen sei in den Bürgergesprächen erneut deutlich geworden.

Die genannten Varianten beziehen sich also „auf die Fläche neben dem Tropicana und die Fläche für die ehemalige Eisbahn“.

Flächen werden seit fast zehn Jahren nicht mehr genutzt

„Unser Ziel war es, einen Impuls zu setzen, die Debatte zu beleben und den Stillstand der Nachnutzungsdiskussion zu beenden. Denn wir finden es schade, dass die Flächen mittlerweile seit fast zehn Jahren nicht mehr genutzt werden“, ergänzt Vorstandsmitglied Thomas Pawlik.

Als einen ersten Schritt zur Neugestaltung des Areals ums Tropicana sieht die SPD die Diskussion im Aufsichtsrat der Wirtschaftsbetriebe, die Wohnmobilstellplätze zu erweitern.

„Diese Maßnahme ist kurzfristig umsetzbar, da der Rat auf Initiative der SPD-geführten Mehrheitsgruppe Haushaltsmittel von jeweils 50 000 Euro in den Jahren 2019 und 2020 eingestellt hat. Das ist ein erster guter Schritt, auf dem aufgebaut werden kann“, sagt Pawlik. von Stefan Rothe