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Stadthagen Stadt Spielerisch zur vollen Aufmerksamkeit
Schaumburg Stadthagen Stadthagen Stadt Spielerisch zur vollen Aufmerksamkeit
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15:02 28.11.2017
Quelle: pr.
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STADTHAGEN

Dazu hatte die Bürgerstiftung Schaumburg neben den Paten auch Lesecoach Christian Meinecke von der „Stiftung Lesen“ als Referenten eingeladen.
Das Treffen bot den Lesepaten die Chance, sich über ihre Erlebnisse an Grundschulen und Kindertagesstätten auszutauschen. Der Umgang mit unkonzentrierten Zuhörern sei anspruchsvoll und erfordere Kreativität, Fantasie und Geduld, waren sich die Teilnehmer einig.
Es gebe zwar nur wenige Kinder mit Aufmerksamkeitsdefiziten, aber diese stellen die Lesepaten immer wieder vor Herausforderungen. In solchen Fällen seien das Geschick und die Ausdauer der Betreuer besonders gefordert, um unter anderem die hohe Anfälligkeit der Kinder gegenüber äußerlichen Reizeinflüssen zu durchbrechen, erklärte Christian Meinecke.
Abhilfe und damit einen Beitrag zur Leseförderung könnten bei diesen Teilnehmern zum Beispiel häufige Methodenwechsel bringen. Auch Bewegungsübungen zur Gehirnaktivierung können dabei hilfreich sein. Referent Christian Meinecke gelang es, durch eine Vielzahl von Beispielen Wege zur Motivationssteigerung aufzuzeigen, wobei Bewegungsübungen klar im Vordergrund standen. Dazu wurden einfache Übungen in der Runde der Zuhörer ausprobiert.

31 Prozent ohne Vorleseerfahrung

Zusätzlich gab es Tipps, die von den Lesepaten dankbar aufgenommen wurde, unter anderem zur Bedeutung digitaler Techniken. Diese gelte es im Sinne der Leseförderung nutzbar zu machen, bekräftigte der Dozent, schließlich hätten 20 Prozent der Sechs- und Siebenjährigen bereits Internet-, aber 31 Prozent keinerlei Vorleseerfahrung.
Das Projekt „Leselust Schaumburg“ unter der Leitung von Klaus Suchland existiert seit 2010 und hat sich auf die Fahne geschrieben, Kindergarten- und Grundschulkinder aus bildungsfernen Familien sowie unterschiedlicher Herkunft für das Lesen zu begeistern. Die Initiative lebt von rund 130 ehrenamtlichen Lesepaten, die wöchentlich in Kindergärten und Grundschulen zu Gast sind, um den Kindern Geschichten vorzulesen oder mit ihnen Texte aus dem Lehrbuch zu üben.
Dabei sieht sich das Projekt nicht als Konkurrenz zu den Leseclubs der Stiftung Lesen, da es die individuelle Förderung der Kinder in den Mittelpunkt stellt. Eine weitere Besonderheit der Initiative liegt in der Kontinuität der Treffen, durch die die Lesepaten zu Bezugspersonen für die jungen Teilnehmer werden sollen. „Durch die Lesestunden sollen sowohl die Kinder als auch das Selbstwertgefühl der Senioren gefördert werden“, erklärt Suchland. Das Projekt soll den Paten eine Beschäftigung ermöglichen. lht