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Stadthagen Stadt Spitzenwert: Tempo 115
Schaumburg Stadthagen Stadthagen Stadt Spitzenwert: Tempo 115
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16:20 29.05.2018
Auf ihre aktuelle Geschwindigkeit weist das Tempo-Display die Autofahrer hin. 
Auf ihre aktuelle Geschwindigkeit weist das Tempo-Display die Autofahrer hin.  Quelle: ssr
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Stadthagen

Der Spitzenwert ist Tempo 115 gewesen: Die Messdaten eines Geschwindigkeits-Displays hat Martin Opfermann vom Fachbereich Bürgerdienste im Ausschuss für Sicherheit und Ordnung vorgestellt. Das Gerät hatte im April zwei Wochen lang stadteinwärts an der Enzer Straße gestanden – und zwar auf halber Strecke zwischen Ortseingang und Bahnübergang. An dieser Stelle gilt Tempo 50.

Nach Angaben von Opfermann ist in dem genannten Zeitraum das Tempo von 71 500 Autos gemessen worden. Die Durchschnittsgeschwindigkeit aller Fahrzeuge habe genau 50 Stundenkilometer (km/h) betragen. Und: 50 Prozent der Autos hätten ein Tempo von 52 km/h nicht überschritten. Das heißt freilich im Umkehrschluss: Die Hälfte aller Fahrer waren mit mehr als 52 km/h unterwegs. Allerdings: Nur elf Prozent der Autos sind schneller als 60 km/h gefahren. Das kommt laut Messergebnissen vor allem nachts vor. Rund 40 Prozent der Autos weisen also ein Tempo zwischen 52 und 59 km/h auf.
Die gemessene Spitzengeschwindigkeit hat nach Angaben von Opfermann 115 km/h betragen, spätabends um 23 Uhr.

Fahrer treten leicht auf die Bremse

Von dem Display gemessen wird eine Eingangs- und eine Ausgangsgeschwindigkeit. Demnach haben 80 Prozent der Fahrer innerhalb dieser Strecke die Geschwindigkeit zwischen einem und zehn km/h verringert. „Die allermeisten treten also zumindest leicht auf die Bremse, wenn sie das Display wahrnehmen“, erläuterte Opfermann.
Timo Wildhagen (SPD) verwies anschließend auf seit geraumer Zeit wiederholte technische Probleme mit den Displays. Opfermann räumte ein, es sei „sehr ärgerlich, dass die Geräte so oft zur Reparatur weg sind“. Wildhagen mahnte an, die Firma in Regress zu nehmen. „Die reparieren immer auf eigene Kosten“, berichtete Fachbereichsleiterin Iris Freimann. Ausschussvorsitzende Ulrike Koller (SPD) schlug vor, die Firma zur Bereitstellung eines Ersatzgerätes für die Zeit der Reparaturen aufzufordern. Die Verwaltung sagte zu, diese Möglichkeit zu prüfen.

Lothar Biege (FDP) bat darum, die Displays in näherer Zukunft gezielt an Kindergärten aufzustellen, „um damit das Bewusstsein der Autofahrer für die dort neu eingeführten Tempo 30-Zonen zu schärfen“. ssr