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Stadthagen Stadt Sportplan nach Jahren kurz vor Abschluss
Schaumburg Stadthagen Stadthagen Stadt Sportplan nach Jahren kurz vor Abschluss
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19:14 20.03.2019
Auch das Areal am Jahnstadion ist in die Jahre gekommen. Ob es im Zuge des Sportentwicklungsplans saniert wird, ist noch offen. Quelle: dak
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Stadthagen

In der zweiten Jahreshälfte wird dann nach Auskunft von Stadtsprecherin Bettina Burger eine große Abschlussveranstaltung unter Beteiligung von Vertretern der Sportvereine, des Kreis- und des Landessportbundes, des Rates und der Verwaltung stattfinden. Kurz danach soll der Plan der Öffentlichkeit vorgestellt werden – nach mehr als vier Jahren.

Dabei handelt es sich nach den Worten von Iris Freimann, Leiterin des Fachbereichs Bürgerdienste, „bewusst nicht um ein Papier, das die Verwaltung für die Sportakteure erstellt“. Vielmehr werde das Konzept gemeinsam mit den genannten Akteuren in den Workshops und deren Nacharbeitung erstellt. Als Sportentwicklungsplan präsentiert würden am Ende gleichsam die zusammengestellten Ergebnisse dieser Treffen. „Der Sportentwicklungsplan ist also auch ein Prozess“, erläutert Freimann.

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Sportstätten effektiver nutzen

Bei dem Konzept geht es um Herausforderungen für die Sportvereine – wie Nachwuchs- und Betreuergewinnung sowie die Zusammenarbeit mit den Schulen und Kitas. Auch die Fragen, wie welche Sportstätten effektiver und besser koordiniert genutzt und gepflegt werden können und wo neue Anlagen nötig sind, steht auf der Agenda. Nicht zuletzt geht es um Bewegungsräume außerhalb von Sportstätten. Stichworte sind etwa Radwege, Kneippanlage, Mehrgenerationen-Parcours und Wanderwege.

„Beim Sportentwicklungsplan geht es letztlich um die Zukunftsfähigkeit des Sportgeschehens in unserer Stadt und die der Vereine“, fasst Freimann diesen Ansatz zusammen: „Was kann besser gemacht werden, wo kann die Stadt helfen und welche Aufgaben ergeben sich für diese, wo müssen eventuell Dritte eingeschaltet werden?“

Auf breite Basis stellen

Der Anstoß für den Plan war bereits Mitte 2015 von der damaligen rot-grünen Ratsmehrheit gegeben worden. Der Auftakt-Workshop hatte Mitte 2016 stattgefunden. Damals hatte Bürgermeister Oliver Theiß noch bekundet, der Plan werde Mitte 2017 vorliegen. Doch dann hatte sich das Vorhaben immer wieder verzögert. Als Hauptgrund dafür war vom Verwaltungschef vor einem Jahr genannt worden, dass es schwierig sei, für so viele Beteiligte Termine zu finden. Aber auf eine breite Beteiligungsbasis lege man eben großen Wert.

Mit Blick auf nochmalige Verzögerungen in der jüngeren Zeit teilt Stadtsprecherin Burger mit: „Durch eine Vielzahl an Aufgaben im Bereich der Kitas, Schulen und Kulturangelegenheiten konnte der beabsichtigte Zeitplan leider nicht eingehalten werden.“ Mit Blick auf ein noch vor der Sommerpause geplantes Treffen zum Thema Vereine und Schulen insbesondere in Zeiten der Ganztagsschule fügt sie hinzu: „Allerdings benötigt gerade dieser Workshop einen großen Koordinationsaufwand, da wirklich alle Schulen und Vereine teilnehmen sollen und auch noch ein geeigneter Moderator gefunden werden muss.“ Gleichwohl ziele man auf die Vorstellung des Sportentwicklungsplans in der zweiten Jahreshälfte ab.

Von Stefan Rothe