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Stadthagen Stadt St. Annen: NP verwandelt sich in Edeka
Schaumburg Stadthagen Stadthagen Stadt St. Annen: NP verwandelt sich in Edeka
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13:40 10.07.2019
An der St. Annen entsteht ein neuer Edeka-Markt.  Quelle: tro
Stadthagen

Aus einem NP- wird ein Edeka-Markt: An St. Annen soll Ende August der bisherige NP-Markt schließen und schräg gegenüber ein neuer Edeka-Markt eröffnen – und nicht wie bislang geplant und kommuniziert ein weiterer NP-Markt.

Die Bauarbeiten liegen in den letzten Zügen. „Ende kommender Woche werden wir die Immobilie an Edeka übergeben“, teilt Mario Halsdorfer, Geschäftsführer der Baufirma Halsdorfer und Ingenieure mit. Es seien nur noch Restarbeiten zu erledigen: Der Parkplatz ist noch zu pflastern, die Zufahrt muss hergestellt werden, ans Gebäude muss außen noch der Putz. „Wir werden im Zeitplan fertig“, freut sich Halsdorfer über die kurze Bauzeit von vier Monaten.

Eröffnung Ende August

Anschließend braucht Edeka nach Auskunft von Pressesprecherin Alexandra Antonatus noch vier Wochen für die Inneneinrichtung. Am 29. August soll erstmals für die Kunden geöffnet werden.

Die hiesigen NP- und Edeka-Märkte gehören zur Edeka Minden-Hannover GmbH. Den bevorstehenden Wechsel von NP zu Edeka an St. Annen erklärt Antonatus so: „Wir möchten den Kunden an diesem Standort gerne ein größeres Sortiment anbieten.“ Künftig werde es dort „zahlreiche Artikel auf Discount-Niveau geben (wie im NP-Markt, d. Red.), aber eben auch viele Marken-Produkte und Edeka-Eigenmarken“, so die Firmensprecherin. Die Mitarbeiter des jetzigen NP-Marktes würden alle übernommen, „zusätzlich suchen wir noch Teilzeitkräfte“, fügt Antonatus hinzu.

Keine Konkurrenz für Edeka am Marktplatz

„Absolut gelassen“ sieht Michele Böhne, Betreiber des großen Edeka-Marktes am Marktplatz die Neuansiedlung. Diese stelle aus seiner Sicht zwar durchaus eine Konkurrenz dar, aber: „Wir sehen das sportlich, das ist halt der Wettbewerb.“ Sein Markt lebe fast ausschließlich von fußläufiger Kundschaft, zudem könne er etwa mit seinen Fleisch- und Käsetheken sowie einer sehr großen Breite des Sortiments punkten. „Ich glaube nicht, dass wir das merken werden.“

Edeka-Sprecherin Antonatus verweist darauf, dass Edeka-Märkte in der Regel selbstständig betrieben würden. Die Kaufleute seien aber alle Mitglied der Edeka-Genossenschaft. „Insofern prüfen wir sehr genau die Standorte, an denen wir neue Edeka-Märkte ansiedeln – insbesondere auch in Hinblick auf einen möglichen Wettbewerb zu einem bestehenden Edeka-Markt.“ Im Stadthäger Fall sei eindeutig: „Der neue Markt wird nach unserer Analyse keine Konkurrenz zum Edeka am Marktplatz darstellen.“ Der St.-Annen-Markt wird laut Antonatus übrigens eine Ausnahme sein: Er wird nämlich nicht von einem selbstständigen Kaufmann, sondern als Regiebetrieb zentral von Minden aus geführt.

von Stefan Rothe

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